25 Nov, 2005

Die letzten Tage in Dakhla

geschrieben von fraene&rene 19:14 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (25) | Die letzten Tage in Dakhla

Hallo zäme!

Die Zeit rast und unsere LOMOTOUR neigt sich langsam dem Ende entgegen. Seit unserem letztem Reisebericht sind bereits wieder drei ereignisreiche Wochen vergangen und viele Kilometer zurückgelegt worden. Mit unserem höchstwahrscheinlich letzten Reisebericht welchen wir in drei Teile gegliedert haben, möchten wir euch noch einmal an unseren Abenteuern und Erlebnissen teilhaben lassen:

Aufgrund des Windes sind wir noch etwas länger in Dakhla geblieben, als wir ursprünglich geplant hatten und es hat sich wirklich gelohnt. Diesen einen Surftag wird Fräne wohl nie mehr vergessen. Es waren fast keine Leute mehr auf dem Wasser, die Sonne schon fast am Untergehen, als plötzlich mehrere Delfine vor ihrem Brett auftauchten. Es war ein ungaublich, faszinierender und atemberaubender Anblick. Nach diesem einmaligen Erlebnis gab es für Fräne noch zwei lehrreiche Kitetage mit den ersten erfolgreichen Fahrversuchen. What a feeling! Dank den wertvollen Tipps von René wurde sie glücklicherweise vor gröberen Abflügen verschont. Nach diesen beiden Tagen wurde der Wind wieder stärker und ermöglichte René das Surfen in der Welle. Auf diesen Moment hatte er lange warten müssen. Mit höchster Konzentration und einem etwas mulmigen Gefühl begab er sich in die Fluten und ritt eine Welle nach der anderen. Bleibt die Frage: „Ob die Perfekte wohl dabei war?“ Er genoss es sichtlich und strahlte über beide Ohren.

Eine riesengrosse Freude bereitete uns auch das Wiedersehen mit Simba, unserem treuen Wachhund. Eines Morgens tauchte er plötzlich wieder vor unserem LOMO auf. Wir waren beide überglücklich und konnten es kaum fassen! Es fiel uns sehr schwer ihn zurück zu lassen, denn am Liebsten hätten wir ihn mitgenommen.

Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war das Fischessen, eigens für René inszeniert, bei Hamidu im Beduinenzelt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass René eigentlich gar keinen Fisch mag und Hamidu wollte es ihm unbedingt schmackhaft machen. Es war unglaublich was er und seine Freunde alles auf den Tisch, oder besser gesagt, auf den Boden zauberten. Ein richtiges Festmahl. René hat sich tapfer geschlagen, aber ein richtiger Fischliebhaber wird er wohl nie werden.

Unseren letzten Abend verbrachten wir in der Stadt und gönnten uns zum letzten Mal „brochettes de chameau“ (Kamelspiesse), welche unvorstellbar lecker sind. Für zukünftige Dakhla-Besucher: Grill Gharb ist ein Muss. Anschliessend liessen wir den Abend bei Hamidu im Zelt ausklingen. Dort gab es für Fräne noch eine kulinarische Delikatesse zum Probieren, nämlich Languste. In Hamidu haben wir einen sehr liebenswürdigen Menschen kennen gelernt, durch welchen wir auch die einheimische Kultur hautnah erleben durften. All die unzähligen Erfahrungen werden wir in bester Erinnerung behalten und sind ihm für alles unglaublich dankbar.

In Dakhla haben wir zudem den schönsten Sternenhimmel erlebt, den man sich vorstellen kann! Hinzukommt, dass wir jeden Abend gemeinsam eine oder mehrere Sternschnuppen gesehen haben. Es ist wunderschön solche Augenblicke und Erlebnisse, mit dem Menschen, den man liebt, zu teilen!

Unser vierwöchiger Aufenthalt in Dakhla fiel genau in die Zeit des Fastenmonats Ramadan. Das Leben in der Stadt erwacht erst nach Sonnenuntergang und dauert bis in die frühen Morgenstunden. Aus diesem Grund war auch am Strand nichts los. Nach dem Ende des Ramadans kamen zunehmend mehr Leute zum Plage Trouk und genossen, wie wir auch, die sommerlichen Temperaturen. Der Zeitpunkt unserer Abreise, am 6. November, mit dem zunehmenden Betrieb am Strand konnte besser nicht sein. So bleibt für uns das Bild, ein paradiesisch schöner Ort in der Wüste gefunden zu haben, bestehen.


25 Nov, 2005

Agadir-Ouarzazate-Marrakesch-Moulay-Tanger

geschrieben von fraene&rene 19:10 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (1) | Agadir-Ouarzazate-Marrakesch

AGADIR

Nach 1200km und 13 Stunden Fahrt erreichten wir in den späten Abendstunden Agadir. Zu müde um zu Kochen ernährten wir uns genüsslich bei Mc Do.... . Anschliessend machten wir uns aus sicherheitstechnischen Gründen auf die Suche nach dem Campingplatz. Den darauf folgenden Tag nutzten wir, um unser LOMO vom vielen Wüstensand, welcher sich überall angesammelt hatte, zu befreien und veranstalteten eine grossangelegte Putzaktion. René ersetzte noch den Luftfilter, damit das LOMO auch wieder ordentlich atmen kann. Die Sonne strahlte aus vollster Kraft und sorgte für hochsommerliche Temperaturen. Zufrieden mit unserer Arbeit genossen wir in kurzen Hosen und
T-Shirt, den warmen Sommerabend, welcher zum Verweilen einlud. Mit „petit taxis“ gingen wir noch ein bisschen auf Erkundungstour. Wir erwischten drei verschiedene Taxifahrer, welche unterschiedlicher nicht hätten sein können. Mit dem Letzten erlebten wir eine abenteuerliche Fahrt durch Agadir und wir wussten nicht genau, ob wir heil an unserem Ziel ankommen würden. Zu guter Letzt wollte der Taxifahrer, sichtlich angeheitert, René noch Fräne ausspannen und mit ihr in einen Nachtclub gehen. Wir lehnten dankend ab und zogen lachend von dannen.

AGADIR – OUARZAZATE

Am nächsten Tag verliessen wir freudig die Königsstadt in einem blitzblanken LOMO und waren gespannt, was uns die Fahrt durchs Landesinnere bis nach Ouarzazate alles bringen würde. Die Strecke führte uns genau zwischen dem Hohen Atlas und dem Anti Atlas durch. Ein krasser Gegensatz zu der flachen Wüstenlandschaft des Südens, aber genau so eindrücklich. Während rund 50 km fuhren wir auf einer einspurigen Piste unserem Ziel entgegen. Immer wieder mussten wir die Strasse für den Gegenverkehr freigeben. Die Fahrt führte uns an unzähligen Palmenoasen vorbei, welche mit ihrem satten grün schon von Weitem erkennbar waren. Anschliessend schlängelte sich die Strasse bergaufwärts, durch endlose Täler mit Unmengen an Schafherden. Ein grandioser Anblick. Unsere LOMOTOUR brachte uns nach Taliouine, dem einzigen Gebiet in Afrika in welchem Safran wächst. Dort liessen wir uns in das Geheimnis, des teuersten Gewürzes auf Erden einweihen und kamen in den Genuss von Safrantee. Dieser Stopp war eindeutig, das Highlight des Tages. In Ouarzazate angekommen begaben wir uns sofort auf die Suche nach einer Teekanne, damit wir uns unseren Safrantee selber kochen können. So gesagt, so getan.

Die Gegend um Ouarzazate ist voll von Kasbahs (Burg, Familien- oder Fürstensitz, burgähnlicher Komplex) und so liessen wir es uns nicht entgehen einige näher zu betrachten. Dazu fuhren wir zum Stausee Mansour ed Dahbi, welcher ca. 15km von Ouarzazate entfernt ist. Dort liessen sich angeblich Sean Connery und Alain Delon eine Kasbah errichten. Unmittelbar nachher schauten wir uns die Atlas Filmstudios genauer an, wo unter anderem auch Gladiatior gedreht wurde. Eigentlich wahnsinnig, was einem als Kinobesucher alles so vorgegaukelt wird.

OUARZAZATE – MARRAKESCH

Diese Strecke war wirklich ein Genuss. Kaum hatten wir Ouarzazate verlassen sahen wir in der Ferne ein Berg aus der Landschaft ragen, welcher schneebedeckt war. Die Berge des Hohen Atlas, bilden hier die natürliche Trennlinie zur Sahara. Die Täler dieser Gegend sind nur dünn besiedelt und werden zum Obst- und Getreideanbau auf Terrassenfeldern genutzt. Auf der Durchfahrt erhaschten wir immer wieder eindrückliche Bilder von Frauen, die im Bergbach die Kleider wuschen und sie anschliessend zum Trocknen auf die Bäume legten oder Männer, die mit zwei Eseln ihre Acker pflügten. Auf dieser Strecke werden einem häufig auch vom Strassenrand aus Halbedelsteine zum Verkauf angeboten. Damit verdienen sich die Bewohner der Täler ein kleines Zubrot. Unmittelbar vor der Passhöhe Tizi-n-Tichka (2260m) wurden wir von einem Verkäufer stark bedrängt. Aufgrund der Tatsache, dass wir keinen solchen glitzernden Stein kaufen wollten, beschuldigte der angeblich arme Berber René als Rassist. Etwas enttäuscht über die Wortäusserung fuhren wir weiter, liessen uns aber die Laune nicht verderben und genossen weiterhin den Ausblick in die Gebirgstäler. Mit der Ruhe der Bergwelt, war es als wir nach Marrakesch reinfuhren, definitiv vorbei. Was sich uns hier bot hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt in keiner anderen Stadt der Welt erlebt. Die Autos sind wir uns gewöhnt, aber in der Stadt, welche auch Perle des Orients genannt wird, sind noch Eselskarren, Mopedfahrer und vor allem Fahrradfahrer, welche dich rechts und links überholen unterwegs. Da herrscht pures Chaos und Renés fahrerischem Können ist es zu verdanken, dass wir ohne Beule davon gekommen sind. Schlussendlich hat uns ein Junge, namens Raschid, mit seinem Fahrrad zu unserem Stehplatz nahe der Kutubiya Moschee, übrigens dem Wahrzeichen der Stadt, geführt.

MARRAKESCH

Nach unserer Ankunft machten wir uns schon bald einmal auf den Weg das grösste Schauspiel und die bedeutendste Attraktion der Stadt, den Djamaa el Fna Platz, zu erobern. Angeblich wurden hier früher die Köpfe der Hingerichteten auf Stangen gespiesst aufgestellt, bis nur noch die kahlen Schädel übrigblieben. Am späten Nachmittag wird dieser Platz von den Darbietungen der Akrobaten, Tänzer, Schlangenbeschwörer, Märchenerzähler und Musikanten beherrscht. Am Abend weichen die Märchenerzähler, Schlangenbeschwörer und Akrobaten. Es entstehen dann alle möglichen Buden mit grossen Kesseln, Tischen und Bänken. Bald duftet es aus vielen Richtungen nach Kebab, Zuckergebäck, ganze gedünstete oder gebratene Ziegenköpfe, Schafsfüsse und kleinen gekochten Schnecken. Rund um den Platz sind Saftstände aufgebaut, wo man ein Glas frischen Orangensaft kaufen kann. Auf diesem berühmtberüchtigten Platz herrscht wirklich kunterbuntes Treiben, welches dich einhüllt, ob du willst oder nicht. Nach diesem ersten überwältigenden Eindruck gingen wir zurück zu unserem LOMO und liessen die ersten Eindrücke über Nacht wirken. Die Suqs, übrigens die grössten des Landes, wollten wir uns für den nächsten Tag aufsparen.

Bereits in den frühen Morgenstunden brachen wir mit vollem Tatendrang zu unserer Erkundungstour auf. Wir machten uns in den verwinkelten Gassen von Marrakesch auf die Suche nach den einzelnen Suqs und was wir da alles zu sehen bekamen, kann man in Worten nur schwer ausdrücken. Überall herrscht heftiges Treiben und man kann den Leuten bei der Arbeit zu sehen, was wirklich unglaublich faszinierend ist. Ganz besonders beeindruckt hat uns die Arbeit eines Drechslers, welcher mit grossem Geschick Brochettes (Spiesse) herstellte, wozu er keine Maschine benötigte, sondern bloss seine Hände und Füsse benutzte. Der Suq Haddadine (Eisenschmiede) hatte es vor allem René angetan. Die Art und Weise, wie dort Metall bearbeitet wird, erinnert an längst vergangene Zeiten. Fräne erfreute sich im Speziellen an den prächtigen Farben und der Stimmung im Wollfärberviertel. Als wir dann einige Zeit später, einem total pinkigen Küken begegneten, konnten wir uns etwa denken, was mit ihm geschehen war. Diese Vorstellung amüsierte uns sehr! (siehe Galerie) Ausserdem sahen wir noch das Gerberviertel, die Pantoffelmacher, Unmassen an Kleidern und Schuhen und was sonst noch alles angeboten wird. Die Stimmung in den Suqs ist einmalig und sehr interessant. Beabsichtigt man etwas zu kaufen, braucht man einerseits viel Geduld und andererseits unendlich Zeit und viel Verhandlungsgeschick. Wie in vielen arabischen Ländern wird das Feilschen auch in Marrakesch nach allen Regeln der Kunst praktiziert.

Nach den massenhaften und imposanten Eindrücken verliessen wir die Suqs über den Djamaa-el-Fna Platz und es dauerte nicht lange bis uns die Schlangenbeschwörer in ihren Bann zogen und uns ein Reptil um den Hals hängten. Der Abstecher nach Marrakesch hat sich wirklich gelohnt und war aussergewöhnlich bereichernd. Mit den neu gewonnenen Impressionen verliessen wir die Stadt in Richtung Atlantikküste in der Hoffnung, in der Welle von Moulay noch ein paar Tage surfen zu können.

Die Gegend rundum Essaouira gehört wohl zu den Kältesten von ganz Marokko. Nach den angenehmen zum Teil noch hochsommerlichen Temperaturen im Süden wurden ab diesem Zeitpunkt die Nächte bereits empfindlich kühl. Tagsüber sind bis heute noch Shorts und T-Shirt angesagt.

Zum Surfen musste René zum ersten Mal überhaupt auf der LOMOTOUR den langen Neopren anziehen, aber wenn man in der Welle von Moulay fahren kann spielt das keine Rolle. Die Wellen kamen wirklich wunderschön rein und der Cherki blies auch genügend stark, so dass für René ein Traum in Erfüllung ging und er noch einmal zwei tolle Tage in der Welle erlebte. Die Bedingungen in Moulay sind wirklich nur etwas für Könner. Aufgrund dieser nüchternen Tatsache war Fräne zum Zusehen verdonnert, ausserdem wurde sie zu diesem Zeitpunkt einmal mehr von einer Magenverstimmung mit unangenehmen Folgen geplagt.

Als sich der Wind verabschiedet hatte, beschlossen wir noch eine Nacht in Sidi Kaouki auf dem niedlichen Campingplatz zu verbringen, bevor wir dann nordwärts fahren wollten. Dieser kleine Ort südlich von Essaouira hielt für Fräne noch eine besondere Überraschung bereit. Zum aller ersten Mal in ihrem Leben durfte sie auf einem Kamel reiten und war anschliessend überglücklich, dass einmal mehr ein Traum in Erfüllung ging. Kurz nach diesem Erlebnis haben wir Sidi Kaouki verlassen und fuhren der Küstenstrasse entlang Richtung Norden. In zwei Tagesetappen wollten wir Tanger erreichen. Die beiden letzten Tage in Marokko brachten noch einmal viel Sehenswertes. Die Gegend nördlich von Essaouira ist sehr fruchtbar, so konnten wir viele Familien beim Bewirtschaften ihrer Felder beobachten. Gepflügt wird entweder mit zwei Kamelen, einem Kamel und einem Esel, einer Kuh und einem Esel oder mit zwei Eseln, was gerade vorhanden ist. In bester Erinnerung wird uns auch unsere zweitletzte Nacht in diesem Land bleiben, wo wir einen super Stehplatz hoch oben auf einer Klippe gefunden haben. Im Mondschein beobachteten wir die Brandung, welche mit voller Kraft gegen die Felsen schlug. Wir genossen dieses Spektakel mit der unheimlichen Geräuschkulisse, der Wellen die gegen die Felsen donnerten.

In Tanger angekommen mussten wir zuerst einige Formalitäten erledigen, bevor wir durch den Zoll gehen konnten. Natürlich bekamen wir Hilfe, ob gewollt oder ungewollt, aber wir haben uns nicht wie bei der Einreise abzocken lassen! Einzig der Zöllner klopfte ein wenig lange mit dem Schraubenzieher an unserem LOMO herum, so dass wir das Gefühl hatten, gleich den Boden ausbauen zu müssen. Obwohl wir nichts zu verbergen hatten waren wir froh, als er uns zur Weiterfahrt aufforderte.

Die Reise nach Marokko hat uns beiden enorm gut gefallen und wir werden mit besten Erinnerungen an diese Zeit zurückdenken. Landschaftlich hat dieses Land extrem viel zu bieten und die Menschen sind ausgesprochen nett. Unsere Vorurteile und Ängste waren unbegründet und dank der LOMOTOUR nehmen wir einen durchaus positiven und guten Eindruck nach Europa mit!


25 Nov, 2005

Tarifa zum Zweiten ...

geschrieben von fraene&rene 19:09 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Tarifa zum Zweiten...

Nun sind wir bereits wieder seit gut einer Woche in Tarifa und hatten während vier Tagen richtig fetten Levante. Ein Tag davon, war schon fast unsurfbar. René wagte sich trotzdem mit dem 3.8er Segel raus und fuhr in den Böen stark am Limit. Wenn es die Temperaturen und vor allem der Wind zulassen, wollen wir hier noch weitere zwei Wochen surfen. Dann geht’s noch für ein paar Tage zu Manuela und Uwe nach Portugal und von da aus heimwärts. In ungefähr drei Wochen möchten wir wieder zu Hause sein. Wir freuen uns auf unsere Heimkehr.

Wenn man so lange unterwegs ist und so autark lebt, gibt es schon gewisse Sachen, die man mit der Zeit vermisst oder anders gesagt den Luxus zu Hause erst so richtig schätzen lernt, um nur ein Beispiel zu nennen: warm und mit viel Wasser duschen!

Wir freuen uns auch sehr auf unsere Freunde und Familien, welche mit nichts auf der Welt zu ersetzen wären. Sie haben die LOMOTOUR von Anfang unterstützt und uns immer in Gedanken begleitet.

Bis jetzt hatten wir noch keinen einzigen Regentag, recht aussergewöhnlich, wenn man bedenkt, dass wir schon über 5 Monate unterwegs sind. Die LOMOTOUR hat uns wirklich viel Sonnenschein und unglaublich viele Erlebnisse geschenkt, wofür wir unendlich dankbar sind.

Wir haben unseren Traum gelebt, leben ihn immer noch und fühlen uns unsagbar glücklich, dass wir den Mut hatten auf LOMOTOUR zu gehen. Diese sechs Monate waren einzigartig und wir werden diese Zeit bis in alle Ewigkeit in unseren Herzen tragen und werden versuchen weiterhin unsere Träume zu leben.

Wir hoffen, dass auch ihr eure Träume lebt und wünschen euch viel Spass dabei! Es lohnt sich!

Fräne und René

PS: Beim Ausbau unseres LOMO’s haben wir leider den Einbau eines Backofens vergessen. Aus diesem Grund wird es uns nicht möglich sein „Güetzi“ zu backen. Dabei lieben wir sie über alles. Sollte jemand in den nächsten Tagen am „güetzelen“ sein, so würden wir uns riesig über ein paar „Güetzi“ freuen.


29 Okt, 2005

Der südlichste Punkt unserer Lomotour

geschrieben von fraene&rene 18:26 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (1) | Dakhla

Bonjour à tous!

Nach einer abwechslungsreichen und spannenden Fahrt haben wir vor gut drei Wochen den südlichsten Punkt unserer LOMOTOUR erreicht. Die Reise nach Dakhla dauerte 2 Tage und führte uns durch eine endlose Steppen- und Wüstenlandschaft, sowie an unzähligen leeren und kilometerlangen Sandstränden vorbei. Eindrücklich waren auch die vielen Sanddünen, die teilweise sogar die Strasse bedeckten. Hie und da bekamen wir Kamele zu Gesicht und was uns besonders faszinierte waren die Ziegen auf den Bäumen. Je weiter südlich wir fuhren, desto karger wurde die Landschaft. Die Strasse führte uns immer wieder mitten durch kleine Ortschaften, mit regem Markttreiben, so dass sich unsere Augen kaum satt sehen konnten. Wider unseren Erwartungen sind die Strassen in einem recht guten Zustand, aber das Fahren in der Nacht eine wirklich gefährliche Angelegenheit. Aus diesem Grund machten wir in Tan-Tan Halt und lernten dort ein norwegisches Ehepaar kennen, die mit ihrem Jeep bis Mali reisen wollten. Nach dieser Nacht hatte plötzlich unsere Frontscheibe einen Riss, wahrscheinlich aufgrund zu hoher Spannung. Bis jetzt hat sich der Riss zum Glück nur unmerklich vergrössert, so bleiben wir in der Hoffnung, dass die Reparatur warten kann bis wir wieder zu Hause sind.

Auf der Strecke Richtung Süden, wenn man das Gebiet der Westsahara erreicht hat, gibt es immer wieder Kontrollposten, wo die Personalien aufgenommen werden und man nach dem Beruf gefragt wird. Aufgrund der vielen Verkehrstoten wird auch überall Radar gemacht. So war es nur eine Frage der Zeit bis Fräne wieder einmal ein Rendezvous mit einem Polizisten hatte. Anstatt den vorgeschriebenen 60km/h raste sie mit 90km/h durch die Steppe und sie bekam nicht wie erwartet eine Busse, sondern ein Lächeln des Polizisten, dass sie natürlich mit ihrem ganzen Charme erwiderte. Wieder um eine Erfahrung reicher fuhren wir aufgeheitert unserem Reiseziel entgegen. Dort angekommen breitete sich die Lagune von Dakhla in ihrer vollsten Pracht vor uns aus. Diesen faszinierenden Augenblick werden wir wohl niemals vergessen. Genau so wie es Rebe auf ihrer Landkarte gezeichnet hat, tanzten wir gemeinsam vor Freude, unser Reiseziel erreicht zu haben. Die Suche nach einem geeigneten Stehplatz verlief schnell und enthielt eine riesengrosse Überraschung. Am Plage Trouk oder anders ausgedrückt am Ende der Welt angekommen, guckten zwei in einer Boardbag liegende Gestalten hinter einem Jeep hervor. Beim näheren Hinschauen traute René seinen Augen nicht, als er Linda und Domenic, zwei bekannte Gesichter aus dem Skizirkus erkannte. Wie klein die Welt doch ist! Die Beiden logierten in einem Hotel, in der 25km entfernten Stadt und kamen jeden Tag zum Surfen an die Lagune. Sie versorgten uns immer mit dem Nötigsten aus der Stadt, so dass wir nicht wegfahren mussten. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank den Beiden für diesen Service. Mit ihnen zusammen unternahmen wir auch einen Ausflug in die Wüste zur Duna Blanca, einer faszinierend, kleinen Sanddüne direkt am Strand gelegen. Wir versuchten und vergnügten uns im Weitspringen, bei hochsommerlichen Temperaturen. An windstillen Tagen klettert das Thermometer problemlos auf 35 Grad und lässt einem kaum mehr atmen. Dafür sind die Nächte eher kühl. Eigentlich mögen wir die windfreie Zeit nicht so sehr, da wir ja Wind brauchen, um unserer Leidenschaft, dem Surfen, zu frönen. Ehrlich gesagt, haben wir beide aufgrund von Berichten in Surfmagazinen mehr Wind erwartet und waren im ersten Augenblick ein wenig enttäuscht. Es bläst zwar fast jeden Tag ein thermischer Wind, welcher aber nicht so stark ist und einen nur die grossen Segel fahren lässt. Gerade diese Bedingungen sind es wahrscheinlich auch, welche uns im Nachhinein viele Erfolgserlebnisse gebracht haben. René hat nach diversen Anlaufschwierigkeiten endlich das Kiten begriffen und in kurzer Zeit extreme Fortschritte. Zwischendurch erreichen seine Sprünge schon eine beachtliche Höhe und die Halse sitzt auch schon fast perfekt. Währenddem René die Faszination des Kitens erlebte, wagte sich Fräne an die Powerhalse. Am dritten Übungstag zahlte sich das fleissige Trainieren aus und sie stand ihre erste Halse, was für ein Gefühl! Lange konnte sie sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn die nächste Herausforderung stand schon bevor, das Kitesurfen. Seit zwei Tagen sind wir nun gemeinsam am Üben. Dank Renés wertvollen Tipps hat Fräne das Fliegen des Schirmes sehr schnell begriffen und jetzt kann sie es kaum erwarten bis sie sich das Brett unter die Füsse schnallen kann! Als Gegensatz zur flachen Lagune findet man auf der Atlantikseite in Oum Labouir eine schöne Welle, welche wir einmal zum Wellenreiten genutzt haben. Mit grösster Bestimmtheit erlebten wir beide den längsten Ritt unseres Lebens oder vielleicht war es ja sogar die perfekte Welle? Unmittelbar in der Nähe dieses Spots tanken wir immer unsere Wasserkanister voll.

Das Wasser holen verbinden wir jeweils mit dem Einkaufen in der Stadt. Im Gegensatz zum Norden gibt es hier bessere und günstigere Versorgungsmöglichkeiten. Die Erklärung dafür liegt darin, dass die Westsahara ein zoll- und steuerfreies Gebiet darstellt. In erster Linie ist Dakhla eine Militärstadt, wo auch die UN stationiert ist. Die Menschen hier im Süden erleben wir aufgeschlossener als ihre nördlichen Landsleute. Im Moment befinden wir uns in der letzten Woche, des Fastenmonats Ramadan. Das heisst, das Leben in der Stadt erwacht erst nach Sonnenuntergang. Durch Hamidu, den Parkplatzwächter von Plage Trouk, erfahren wir viel über die hiesige Kultur. Er selber bezeichnet sich nicht als Marokkaner, sondern als Saraui, womit die heikle politische Lage zum Vorschein kommt. Diesem jungen Saraui-Mann mit seiner herzensguten Art haben wir sehr viele unvergessliche Momente zu verdanken. Gemeinsam mit ihm, Linda und Domenic lernten wir Tajine kochen, ein typisches marokkanisches Gericht, welches uns wunderbar schmeckte. Am selben Abend weihte er uns auch in die Teezeremonie ein. Die erste Runde: la vie / die zweite Runde: le coeur / die dritte Runde: l’amour. Einzig Fränes Magen rebellierte am nächsten Tag ein bisschen und noch heftiger nach dem Tajine-Abend, an welchem wir das eintopfartige Gericht selber zubereitet und bei Hamidu im Beduinenzelt gegessen haben. Eine kurze, aber heftige Magen-Darmgrippe mit Fieber war die Folge. Auf dem Weg der Genesung stand bereits das nächste kulinarische Highlight auf dem Programm: Kamelfleisch von Hamidus Mutter, welches sie eigens für die Zeit des Ramadans geschlachtet haben. Weiter hat er eigens für Linda und Fräne Schleier aufgetrieben und sie damit verhüllt. Anschliessend durften wir die Kleider sogar behalten. Es ist schon bemerkenswert, die Menschen hier besitzen nicht viel, aber das wenige das sie haben wird noch verschenkt oder wenigstens geteilt. Uns beeindruckt diese Lebenseinstellung zutiefst und wir können sicher einige wertvolle Sachen von dieser Kultur für unser Leben mitnehmen.

Ein weiteres Abenteuer begann schon in den frühen Morgenstunden. Hamidu hatte seinen Bruder Pe mobilisiert, welcher einen Jeep besitzt, um zwei Franzosen und uns noch einmal zur Duna Blanca zum Kitesurfen zu fahren. Denn mit unseren Fahrzeugen hätten wir keine Chance gehabt dorthin zu kommen. Davide, Sylvain und René haben den ganzen Tag, bei ausnahmsweise starkem Wind gekitet. Fräne war als Fotografin mitgereist und Hamidu war für die Küche zu ständig. Der Tee durfte natürlich auch in der tiefsten Wüste nicht fehlen. Zum Essen gab es frischen Fisch, welcher frischer nicht hätte sein können. Am Abend holte uns Pe mit drei Freunden wieder ab, welche für uns das Material zum Jeep zurück schleppten. Alles was Fräne tragen wollte, wurde ihr sofort wieder abgenommen. Dieser Tag wird bestimmt wie viele andere fest in unseren Herzen bleiben. Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns eine Dusche, bei einer nahegelegenen Quelle. Das Wasser roch zwar ein bisschen nach Schwefel, kam aber in riesen Mengen und vor allem sehr heiss zur Röhre raus. Es war einfach fantastisch und wir konnten fast nicht genug davon bekommen. Eigentlich wollten wir dem zuständigen Mann noch etwas bezahlen, der wollte aber von nichts wissen und als wir wegfahren wollten rannte er uns noch mit einem frischgebackenen Brot nach. Das war wieder eine dieser unglaublichen und rührenden Gesten.

Von einer letzten Begegnung möchten wir euch noch berichten. Eines Tages schlenderte ein uniformierter Mann vor unserem LOMO durch, als er sah dass wir Schweizer sind, blieb er stehen und suchte das Gespräch. Er erzählte uns von befreundeten Schweizern, welche er aus den Augen verloren hatte und wirkte dabei sehr traurig. Dies veranlasste uns eine Recherche zu machen und tatsächlich wurden wir fündig. Als Dank wurden wir zu ihm nach Hause eingeladen und wiedereinmal grosszügig bewirtetet. Auch dies war ein Erlebnis der besonderen Art.

Neben den vielen menschlichen Begegnungen, gibt es noch die Begegnungen mit den Tieren, die teilweise nicht nur angenehm sind. Unser Stehplatz wäre absolut traumhaft, wären da nicht die unzähligen Fliegen. Damit wäre deine Frage Wolfi auch schon beantwortet. Es ist nicht nur eine, nein, es sind Tausende. Je nach Windstärke variiert es ein bisschen. So gehen wir jeden Abend auf Fliegenjagd. Anschliessend schauen wir uns noch die Sendung mit der Maus an. In der marokkanischen Fassung kommen aber mehrere Mäuse vor, es gibt sogar solche, die ins LOMO klettern und uns manchmal fast um den Schlaf bringen. Seit gestern beheimaten wir noch Sandflöhe, welche sich auf unseren Körpern besonders wohl fühlen. Aus diesem Grund sehen wir zur Zeit fast ein wenig aus, als hätten wir die Masern. Laut Hamidu werden sie verschwinden, sobald der Wind zurück kommt. Leider verschwand heute auch unser treuer Wachhund, Simba. Er wurde von seinen Besitzern abgeholt. Wir haben uns beide ein wenig in ihn verliebt. Er ist uns auf Schritt und Tritt gefolgt und hat uns richtig gut beschützt. Ganz bestimmt werden wir ihn vermissen. Hier gibt es viele Hunde, aber keiner könnte Simbas Platz einnehmen. Direkt an der Lagune hausen Möwen, Flamingos, Fischreiher und viele, viele Krebse. Für Fräne die wohl schönste und eindrücklichste Begegnung war eindeutig die mit den Delfinen, mitten in der Lagune.

Wir werden sicher noch einige Tage hier verbringen, aber spätestens Mitte der nächsten Woche wieder nach Norden aufbrechen. Dort wollen wir unbedingt noch Marrakesch besuchen und erhoffen uns noch einige windreiche Tage in Sidi Kaouki oder Moulay. Insgesamt bleiben uns noch sieben Wochen, welche wir ganz bestimmt noch voll auskosten werden.

Aufgrund der sehr schlechten Internetverbindung müssen wir euch leider die Bilder von Dakhla vorenthalten. Bei nächstbester Gelegenheit werden wir das natürlich sofort nachholen. Inchallah!

Wir schicken euch ganz viel Sonnenschein und liebe Grüsse aus der Westsahara.

Fräne und René


4 Okt, 2005

Von Tarifa nach Sidi Kaouki

geschrieben von fraene&rene 19:53 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (4) | Von Tarifa nach Sidi Kaouki

As salâmu *alêkum!

Eigentlich wollten wir uns noch aus Tarifa melden, aber in den vergangenen zwei Wochen mussten wir einfach den Wind ausnutzen und waren ständig am Surfen. So kam es das wir den ersten windfreien Tag, zur Überfahrt nach Marokko nutzten. Bevor wir euch unsere ersten Eindrücke von diesem Land schildern, möchten wir euch noch die Highlights aus Tarifa mitteilen.

Die Windvorhersage, für unsere zweite Tarifawoche, traf vollumfänglich zu. Es gab wirklich ganze fünf Levantetage, wenn manchmal auch ein wenig böige. Wir liessen uns keine Gelegenheit entgehen und nutzten diese windigen Tage optimal aus. Meistens fuhren wir nach Bolonia, eine Bucht weiter zum Surfen, weil dort der Wind noch ein bisschen besser rein kam. René surfte einmal sogar mit Sebastian und Simon dahin, während die Ladys mit den Sprintern nachfuhren. Der Wind hätte zu diesem Zeitpunkt noch ein wenig stärker sein dürfen, aber ein Erlebnis war es allemal. Anschliessend genossen wir zusammen mit Inga und Sebastian ein wunderbares Frühstück mit fantastischem Meerblick. Nach einer kurzen Pause gings dann natürlich wieder aufs Wasser. In dieser Woche fuhren wir je nach Wind Segelgrössen von 4.2 m2 bis 5.3 m2. Für Fräne war es eine sehr wichtige Woche, in welcher sie weitere Fortschritte erzielte und Sicherheit im Schlaufenfahren erlangte. So kam es soweit, dass wir beide uns schon kleine Speedduelle liefern konnten, aber da Fräne im Moment sowieso noch keine Chance hat, genossen wir einfach das gemeinsame Erlebnis und die Faszination, die wir ab jetzt teilen können. Dieses unbeschreibbare Gefühl, bestärkt uns unsere Suche nach der perfekten Welle fortzusetzen.

Mit Inga und Sebastian haben wir zwei sehr nette Menschen kennen gelernt. An ihrem letzten Abend gingen wir noch zusammen Pizza essen und was für welche. Das La Tabla ist wohl, die bekannteste Pizzeria in ganz Tarifa, obwohl wir schon viel gehört hatten waren wir noch nie da. Die Pizzas sind riesengross, ragen über den Tellerrand hinaus und werden mit der Schere geschnitten. Trotz dem netten Abend bevorzugen wir nach wie vor, das Italia No. 1, welches von zwei Schweizern geführt wird. Bei Piero und Christine fühlen wir uns sehr wohl und geniessen das angenehme Ambiente und die köstlichen Pizzas, natürlich darf auch der Grappa aus der Eisflasche nicht fehlen. An dieser Stelle möchten wir Inga und Sebastian 2 Dinge mit auf den Weg geben: Geht im November doch auch mal ins Italia No. 1 und anschliessend nehmt ihr euch auch eine längere Auszeit zum Reisen.

Nach den guten Levantetagen, waren wir gar nicht so unglücklich, als der Wind mal eine Pause einlegte. Nach einem Tag Pause nutzte René das Wochenende dann zum Kiten. Mit der Hilfe eines Spaniers wurden die Leinen korrekt eingestellt und siehe da, der Schirm bekam mehr Power, was René schlussendlich ins Fahren brachte und wie sogar. Es war bislang der erfolgreichste Tag in Renés Kitekarriere und es machte ihm sichtlich Spass. Von diesem erfolgreichen Tag gibt es übrigens in der Galerie Bilder zu sehen, welche Wolfi von uns gemacht hat. Wolfi war es auch, der uns wertvolle Tipps für Marokko mit auf den Weg gegeben hat, da er seit ein paar Jahren im Frühjahr seinen Urlaub dort verbringt.

Nach dem super Kitetag, freuten wir uns auf eine warme Dusche und auf den darauffolgenden Grillabend. Leider kam alles ganz anders. In unserer Solarshower, welche wir immer aufs Armaturenbrett legen, damit wir schön warm duschen können, war plötzlich kein Wasser mehr drin. Wo zum Teufel, aber waren die rund 15 Liter hingekommen. Wir starteten eine Suchaktion und ahnten Schlimmes. Auf der Suche nach dem Wasser mussten wir die ganze Bodenabdeckung im Führerhaus entfernen und siehe da wir wurden fündig. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, ob die ganze Elektrik Schaden genommen hatte. Die Lüftung blieb zum Glück verschont. Trotz allem liessen wir uns unseren Grillabend nicht verderben und verbrachten einen zufriedenen Abend. Am nächsten Tag liessen wir unter grosser Spannung, den Motor an und welch Wunder, es funktionierte glücklicherweise alles einwandfrei. Das war wohl bis jetzt unsere grösste Panne, die wir mit viel Coolness problemlos gemeistert haben.

Nach einem ruhigen Wochenende kam der Levante zum Beginn unserer dritten Woche wieder zurück. Zum Teil blies er mit über 30 Knoten, also richtig heftig, aber war meistens nicht konstant. Wir hatten zwar Wind, aber die Windstärken variierten von 10 bis 36 Knoten, also hatte es für jede Segelgrösse etwas. Bei diesen böigen Bedingungen macht Windsurfen nicht sehr viel Spass. Das musste leider auch Fräne bemerken, als sie von einer heftigen Böe erfasst und richtig durch die Luft katapultiert wurde. Für einen kurzen Moment wusste sie nicht mehr, wo oben und unten war. Das war wohl der heftigste Schleudersturz in ihrer noch jungen Karriere. René mit seiner Erfahrung kam mit diesen Verhältnissen wesentlich besser zurecht. Zu seiner Freude durfte er in dieser Woche sogar an zwei Tagen unser kleinstes Segel (3.8m2) fahren. Die Begeisterung seinerseits war gross und es machte Lust auf mehr, aber wie schon erwähnt spielte der Wind nicht ganz so mit, wie wir uns das vorstellten. So nutzten wir die Zeit, um unsere Wäsche, zum Teil schon fast stehend vor Dreck, zu waschen. Die Wäscherei in Tarifa wird von Gabi und Edi, einem Schweizer Ehepaar, geführt, von welchem wir sehr herzlich empfangen wurden. Währenddem unsere Wäsche gewaschen wurde, machten wir uns auf zu einer grösseren Shoppingtour. Tarifa mit seinen unzähligen Surfshops verleitet einem zum Geld ausgeben. Es ist das Einkaufsparadies schlechthin.

Mitte der Woche trafen wir altbekannte Gesichter aus Magglingen: Jimmy und Fatima, mit Noé und Mael und Nicole Schnyder-Benoit mit ihrem Mann Marc und ihrem dreimonatigen Sohn Leo. Wie klein, die Welt doch ist!

Unser letzter Abend auf der Kuhwiese nahte, aber vorher wollten wir uns noch die Tickets für die Fähre und noch einige Nahrungsmittel besorgen. Dazu mussten wir nach Algeciras fahren, da es dort angeblich, die billigsten Tickets gibt. So gesagt, so getan und wir erhielten für 240 Euro (retour) den Fahrschein für Marokko. Wieder zurück auf der Wiese, lud uns Wolfi noch zu einem Marillenschnaps ein und wünschte uns alles Gute. Diese Geste fanden wir wunderschön. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Wolfi für den Fotoabend, die CD’s und alle seine wertvollen Tipps über Marokko bedanken. Wir sind sicher, dass wir voneinander hören werden.

Am Sonntag, 2. Oktober 2005, begann in den frühen Morgenstunden unser Abenteuer Marokko. Wir tankten noch einmal unsere Wasservorräte voll und fuhren anschliessend nach Algeciras, wo um 09.00 Uhr unsere Fähre startete. Eine Stunde später liefen wir im Hafen von Tanger ein. Wolfi hat uns zwar auf das Geschehen an der Grenze vorbereitet und trotzdem wurden wir gleich abgezockt. Nach dem wir alle Einreisebestimmungen mit Hilfe von zwei ungewollten Portiers erledigt hatten, nahmen wir unser Tagesziel Essaouira unter die Räder. Nach rund 750km und sieben Stunden Fahrt sind wir gut angekommen. Die Fahrt war keine Sekunde langweilig, im Gegenteil sie bot viel Abwechslung und wir konnten so die ersten Eindrücke sammeln: chaotischer Strassenverkehr ohne Regeln in Tanger / zahlreiche Radarkontrollen auf Autobahn und Nebenstrassen / spazierende Marokkaner auf der Autobahn / unzählige Schaf- und Ziegenherden / buntes Marktreiben in den kleinen Ortschaften / viele Eselskarren / hinter jedem Baum an der Strasse sitzt ein Marokkaner, auch in der Pampa / Weintraubenverkauf auf der Autobahn (selbstverständlich nicht auf einer Raststätte) und vieles mehr. Ah, eine weitere Geschichte, gibt es noch. Fräne hat angeblich ein Stoppschild übersehen, kein Wunder, wenn die weisse Linie fehlt und sie nur arabisch beschriftet sind. Auf alle Fälle wurden wir angehalten und gebeten 400 Dirham (ca. 40 Euro) für dieses Vergehen hinzublättern. Fräne liess all ihren Charme spielen und konnte den Polizisten um den Finger wickeln, sodass wir ohne Bussgeld weiter fahren konnten.

Am Abend bummelten wir noch durch die Medina von Essaouira und tauchten ein in 1001 Nacht. Wirklich eine faszinierende Stimmung, die sich uns da bot. Einzig unser Stehplatz für die Nacht liess zu wünschen übrig. Gestern schauten wir uns ein bisschen die Umgebung an, im Besonderen die beiden Surfspots Moulay-Bouzerktoun und Sidi Kaouki. Leider blieb es beim Schauen, da es zur Zeit hier keinen Wind gibt und auch in den nächsten Tagen nicht geben soll. In Sidi Kaouki haben wir einen niedlichen Campingplatz gefunden, wo es uns sehr gut gefällt, aber aufgrund des fehlenden Windes werden wir bereits morgen nach Dakhla weiterziehen. Es liegen weitere 1500km vor uns und niemand weiss was uns genau erwartet. So wissen wir auch nicht ob es in Dakhla mittlerweile ein Internet-Café gibt. Aber wie auch immer, ihr werdet sicher wieder von uns, Alibaba und den 40 Räubern, sowie von andern Gegebenheiten aus 1001 Nacht im Lomo hören...

A bientôt

Fräne und René


19 Sep, 2005

Es bleiben uns immer noch 13 Wochen

geschrieben von fraene&rene 12:06 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Odiàxere und Tarifa

Hallo ihr treuen LOMOTOUR-InteressentInnen

Wie wir euch im letzten Reisebericht versprochen haben, das ist übrigens auch schon wieder drei Wochen her, schreiben wir euch heute aus Tarifa. Wir sind jetzt genau seit einer Woche hier, aber wie die war, erfahrt ihr später in der Berichterstattung, ein bisschen Spannung muss auch sein. Nicht weniger spannend waren unsere letzten beiden Wochen in Odiàxere (Portugal). Eigentlich wollten wir nur ein paar Tage bleiben, schlussendlich sind aber drei Wochen draus geworden. Die Ecke da, zwischen Lagos und Portimao, hat uns aus mehreren Gründen fantastisch gefallen: Manuela, Uwe, Marcio, supergutes Surfrevier, gut schmeckendes Bier (Super Bock Green) und Medronho (Honigschnaps), viel Sonnenschein, tolle Stimmung und extrem lange Nächte! Die Bahia Beachparty, eine riesengrosse Strandparty zum Abschluss des Sommers, war zum Beispiel eine solche Nacht. Die Stimmung am Strand, geprägt durch mehrere kleinere und grössere Strandfeuer war einzigartig, nur für die Musik konnte sich René überhaupt nicht begeistern. Es wurde ausschliesslich bum-bum Sound gespielt! Trotzdem verliessen wir den Strand erst in den frühen Morgenstunden und um ein Erlebnis reicher. Das strenge Nachtleben hinterliess seine Spuren und so schliefen wir in dieser Zeit oft bis Mittag, das war aber überhaupt kein Problem, denn der Wind kam fast immer erst am Nachmittag. So waren wir immer ausgeschlafen und konnten voller Tatendrang aufs Wasser gehen und die idealen Bedingungen optimal ausnutzen. Der Spot: Eine Lagune, welche bei Ebbe ein hervorragendes Steh- und aus diesem Grund auch ein perfektes Kiterevier ist und nur über einen ganz schmalen Damm zu erreichen. René nutzte die Gelegenheit und erzielte während dieser Zeit beachtliche Fortschritte, auch aus dem Grund, dass er nicht so schnell aufgab und sich immer und immer wieder versuchte. Anfangs geschah es oft, dass er und der Schirm mit der Strömung trieben und irgenwo an Land geschwemmt wurde. Für Fräne hiess es dann, ab ins Wasser und das Brett holen, was ihr als ehemalige Schwimmerin und überhaupt als Wasserratte nichts ausmachte und für ihren Allerliebsten, das natürlich auch sehr gerne tat. Bald einmal, wurden diese Aktionen aber überflüssig, da René es schaffte die Höhe zu behalten und vor allem ins Fahren kam. Von diesem Moment an, hatte er Blut gerochen und vergessen waren die zum Teil sehr schmerzhaften Abflüge, die zum Glück alle einigermassen glimpflich ausgingen. Währenddem sich René voll aufs Kiten konzentrierte, nutzte Fräne jede Möglichkeit um den Weg in die Fussschlaufen zu finden und die wirkliche Faszination des Windsurfens zu entdecken. Anfangs standen ihr die Schleuderstürze, zum Teil recht heftige, noch ein bisschen im Wege, aber auch die wurden mit der Zeit weniger! Das Fahren in den Fussschlaufen klappt mittlerweilen bestens und macht Lust auf mehr! Als nächstes steht die Powerhalse auf dem Programm, welche sicher wieder ein paar Schleuderstürze bringen wird, egal, ein paar Kratzer mehr oder weniger spielen auch keine Rolle mehr. Die Minirockbeine gehören mit all den Beulen und Narben, eh schon der Vergangenheit an.

Der Wind in Odiàxere blies meistens die ganze Nacht durch, sodass wir fast immer in unserem LOMO kochten und auch assen, was übrigens auch ganz gemütlich sein kann. Nach wie vor sind wir mit unserem Ausbau sehr zufrieden und erfreuen uns immer wieder an unserem LOMO.

Bis jetzt hatten wir auch keine grösseren und kaum nennenswerte Probleme. In Odiàxere spukte unser Kühlschrank, trotz dem täglichen Sonnenschein, ein bisschen. Diese Tatsache liess René stutzig werden, bis er merkte, dass unsere Batterie Durst hatte. Eigentlich kein Wunder bei diesem Wetter! Seitdem läuft der Kühlschrank wieder einwandfrei.

Etwas grössere Umtriebe hatten wir dagegen mit unserem Airbagsystem, dessen Anzeige seit der Wegfahrt aus Lissabon stetig aufleuchtete. Wie sich nach Rücksprache mit unserer Garage zu Hause feststellen liess, aber auch kein schwerwiegendes Problem. Trotzdem empfahlen sie uns bei Gelegenheit eine Garage aufzusuchen. So unternahmen wir von Odiàxere aus, an einem windstillen Tag, einen Ausflug in das 60km entfernte Faro. Ausgerechnet an diesem Mittwoch hatte die Garage, wegen einem Feiertag, welchem auch immer, geschlossen! Wir entschlossen uns bis am nächsten Morgen in dieser Gegend zu bleiben und nutzten den angebrochenen Tag, um unser LOMO wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen und veranstalteten eine grossangelegte Putzaktion. Kurz nachdem wir unser Nachtquartier, eine wunderschöne Bucht, gefunden hatten wurden wir von zwei, angeblichen Polizisten, angesprochen. Uns kam die Situation jedoch ein bisschen merkwürdig vor und aus diesem Grund beschlossen wir wieder wegzufahren. Sicher ist sicher. Am nächsten Morgen unternahmen wir erneut einen Versuch bei der Mercedes Garage und dieses Mal schien es zu klappen. Wir waren die ersten Kunden und die Arbeit wurde in Zeitlupe ausgeführt, aber immerhin konnten sie mit dem Auslesen des Fahrzeugdatenspeichers den Fehler beheben. Zusätzlich liessen wir noch einen Ölwechsel durchführen, welcher nächstens sowieso bevor stand. Schlussendlich verliessen wir die Garage, um 200 Euro ärmer, aber im Wissen dass wieder alles in Ordnung war und kehrten nach Odiàxere zurück.

Dort angekommen, schauten wir kurz bei Manuela und Uwe rein, da sie direkt auf dem Weg zur Lagune wohnen. Bei ihnen durften wir auch immer und immer wieder Wasser nachladen und einmal sogar auch waschen. Nicht nur das, wir wurden bekocht und auch überall hin mitgenommen. So zum Beispiel zu Mareikes Party. Dort gab es einen absolut sensationellen Tomatensalat und ganz leckere Sardinen. Manuela nahm sich die Mühe und führte Fräne in die Kunst des Sardinenessens ein, René rümpfte nur die Nase, da er Fisch nicht ausstehen kann. Er weiss ja gar nicht, was ihm da entgangen ist! Es war ein echter Leckerbissen.

Durch Manuela und Uwe lernten wir auch sehr viel Wissenswertes über Land und Leute, was uns sonst verborgen geblieben wäre! Als kleines Dankeschön haben wir sie einmal zu einem italienischen Nachtessen bei uns im LOMO eingeladen. Als Vorspeise gab es Tomaten-Mozzarella-Salat a là Fräne und als Hauptspeise ein Safranrisotto a là René, ein Glas Wein oder waren es doch mehrere und ein paar Super Bock Green durften natürlich auch nicht fehlen. Zu Beginn blies der Wind noch recht stark, liess aber im Verlaufe der Zeit zum Glück ein bisschen nach. So wurde es doch noch ein ganz gemütlicher und zufriedener Abend, an den wir uns noch lange zurückerinnern werden. Auch der Kinoabend wird uns in bester Erinnerung bleiben! Die beiden sind wirklich unbezahlbar und wir genossen jeden Augenblick mit ihnen. Nicht nur mit ihnen hatten wir unseren Spass, sondern auch mit ihrem fünfjährigen Sohn Marcio. Mit ihm haben wir viel Zeit beim Spielen verbracht und es hat uns richtig gut gefallen.

Zum Abschied hat uns Joachim noch zu sich nach Hause zum Grillen eingeladen. An diesem Tag sah es nach Regen aus, aber ausser ein paar wenigen Tröpfchen fiel nichts vom Himmel und unser Grillabend war gerettet. Joachims erster, selber gemachter Kartoffelsalat schmeckte toll. Wir genossen den Abend einmal mehr bis in die frühen Morgenstunden. Am nächsten Tag fuhren wir aber aufgrund der schlechten Windvorhersagen nicht wie geplant nach Tarifa weiter, sondern verlängerten noch einmal ein paar Tage. Manuela und Uwe glaubten bereits wir würden noch bis Weihnachten bleiben. Leider hat alles ein Ende und so schafften wir es letzten Sonntag doch noch aus Odiàxere loszukommen. Der Abschied fiel uns nicht leicht, haben wir die beiden doch richtig lieb gewonnen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Manuela und Uwe für die unvergessliche Zeit bedanken und freuen uns auf ein Wiedersehen im Februar in der Schweiz.

Wie bereits am Anfang erwähnt sind wir nun schon seit einer Woche in Tarifa. Dieses kleine Örtchen in Andalusien kennen wir bereits aus unseren Ferien im letzten und vorletzten Jahr. Bis anhin waren wir aber immer im Frühjahr und vor dem eigentlichen Saisonstart hier. Aus diesem Grund sieht nun wohl alles ein bisschen anders aus, als gewohnt. Unser heissgeliebter Stehplatz von den vergangenen Jahren ist nicht mehr zu haben, da sie einerseits ein Chiringuito (Strandbar) gebaut haben und andererseits immer noch sehr viele Leute, die Kuhwiese besiedeln. Egal, eigentlich sind wir ja wegen dem Wind hier und dieser hat uns in dieser ersten Woche nicht enttäuscht. Bis auf heute waren wir jeden Tag auf dem Wasser, sei es zum Kiten oder zum Windsurfen. Anfangs der Woche konnten wir sogar unsere kleinsten Segel hervornehmen, da der Levante richtig Gas gab. Der Wind war so stark, dass es Fräne einmal beim Öffnen der Türe regelrecht zum LOMO herausriss. Wir konnten fast nicht mehr vor Lachen! Einmal waren wir noch in Canos de Meca, einem Wellenspot von welchem René gar nicht begeistert war. Einerseits weil sich extrem viele Surfer auf einer relativ kleinen Welle bewegten und andererseits weil der Ein- und Ausstieg über Felsen führte. Nicht ganz ungefährlich das Ganze! Aufgrund dieser widrigen Bedingungen hat die Finne ein paar Kratzer abbekommen. Dies veranlasste uns, unser Material doch noch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei stellten wir fest, dass die Finne nicht nur ein paar Kratzer hatte, sondern sich delaminierte, das heisst, dass sie langsam aber sicher gänzlich auseinanderbrach. Da wir eh schon ein Finne bei der Tarifa Fin Company bestellt hatten, eine Finne nach Mass und Renés Wünschen, gingen wir noch eine zweites Mal hin und ersetzten die defekte Finne von Canos de Meca. Wenn das bestellte Kitematerial noch in Tarifa eintrifft sind wir wieder voll bei den Leuten und gerüstet für Marokko. Herzlichen Dank an Regula und Karl von der Firma Fanagus für den super Service!

Unsere erste Tarifawoche war windmässig also absolut in Ordnung und es sind fünf weitere Levante-Tage angesagt. Das tönt schon einmal nicht so schlecht und wir hoffen, dass es auch zutreffen wird.

Unsere Hauptbeschäftigung ist ganz klar, dass Surfen. Sind wir einmal nicht auf dem Wasser geniessen wir es Zeit zu haben und lesen in unseren mitgebrachten Büchern. Das schätzen wir beide sehr. Oftmals vergnügen wir uns auch beim Spielen und immer noch hoch im Kurs sind die Hörspiele, die wir uns jeweils abends, bei gemütlichem Kerzenschein anhören. Vielmals sitzt man abends noch mit anderen Leuten aus nah und fern zusammen und spricht über alle möglichen Dinge. Letzte Woche hatten wir einmal eine Wagenburg mit drei weissen, alles selbstausgebauten Mercedes Benz Sprintern. Wir verbrachten mit Inga und Sebastian, Sabine und Simon einen gemütlichen Grillabend. Eines haben alle drei Sprinter gemeinsam, nämlich die Blümchen-Sitzüberzüge!

So verbringen wir also unsere LOMOTOUR und bis jetzt war es uns noch nie langweilig, im Gegenteil. Wir sind jetzt bereits seit dreizehn Wochen unterwegs und genau so viele stehen uns auch noch bevor! Juppi! Wir werden maximal noch zwei Wochen in Tarifa bleiben und dann geht’s mit der Fähre nach Tanger (Maroc), auf zu neuen Abenteuern.

Wir schicken euch viel Sonnenschein, in der Hoffnung, dass es euch allen gut geht!

Fräne und René


29 Aug, 2005

Portugal von Nord nach Süd

geschrieben von fraene&rene 14:30 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (8) | Portugal

Hallo liebe Leute

Zur Zeit weilen wir in der Algarve. Unser LOMO steht direkt an einer Lagune, welche sich hervorragend zum Wind- und Kitesurfen eignet. Im Gegensatz zu den anderen Stränden sind wir hier fernab vom Tourismus und geniessen die Ruhe. Die Gegend hier ist ein beliebtes Feriendomizil der Portugiesen und auch der Engländer. Schweizer sind weit und breit keine zu erblicken. Eigentlich erstaunlich, denn hier gibt es jeden Tag Sonnenschein, bei ungefähr 30 Grad und die Wassertemperaturen sind auch angenehm. Seit bald zehn Wochen geniessen wir nun solches Wetter. Die letzten Regentropfen haben wir vor zwei Wochen in Lissabon gespürt, aber da auch nur während knapp zwei Stunden. Und genau während diesen zwei Stunden haben wir unseren letzten Bericht ins Netz gestellt.

Nachtrag:

Kurz bevor wir nach Lissabon kamen schauten wir uns noch Guincho an, ein beliebter Wellenreit- und Windsurfspot, aber ausgerechnet an diesem Tag gab es weder Wellen noch Wind, dafür umso mehr Leute. Von da aus fuhren wir direkt nach Estoril weiter, um einmal die Formel-1-Rennstrecke zu besichtigen. Die Tourismushochburg Cascais haben wir gemieden und sind dann direkt nach Lissabon reingefahren.

Am ersten Tag in Lissabon, nachdem wir unseren letzten Eintrag aufgeschaltet hatten, fuhren wir in den Parcque das Naçôes der sich auf dem ehemaligen Expogelände der Weltausstellung von 1998 befindet. Wir haben uns im Oceanarium einen Einblick in die Unterwasserwelt der Meere verschafft. Das war wirklich sehr faszinierend, spannend und auch eindrücklich. Auf jeden Fall empfehlenswert. Zurück gings dann mit einer Gondelbahn, wie wir sie aus unseren Skistationen kennen, um Renés Entzugserscheinungen ein wenig zu lindern! Den Abschluss des Tages bildete eine Shoppingtour in einem der grössten Einkaufszentren Lissabons. Die Dimensionen sind unvorstellbar, ja es grenzt schon fast an Wahnsinn, was da alles angeboten wird! Schon bald einmal hatten wir genug gesehen und nahmen den Bus zurück zum Camping. Die Fahrt war halsbrecherisch und wir waren froh, heil angekommen zu sein. Am nächsten Morgen wagten wir uns aber bereits wieder in den Bus, denn wir wollten unbedingt die Alfama besuchen. Die Alfama ist eines der ältesten Wohnviertel der Stadt, dass sich an einem Hügel fast bis an den Tejo (Fluss) hinunterzieht. Singende Wellensittiche in winzigen Käfigen vor den Fenstern, flatternde Wäsche über den Gassen, versteckte Winkel und schmale aneinander gebaute Wohnhäuser sind typisch für das ehemalige arabische Viertel. Nachdem wir unzählige Treppen hinauf- und wieder hinuntergestiegen sind, nahmen wir ein öffentliches Verkehrsmittel für den Rückweg, welches uns an die Strassenbahnen, wie wir sie bis zu diesem Zeitpunkt nur aus Museen kannten, erinnerte. Unser Weg führte uns in die Unterstadt (Baixa), wo die Geschäftsviertel und die viele grosszügigen und immer sehr belebten Plätze der Stadt liegen. Am Nachmittag unternahmen wir nochmals einen Einkaufsbummel im grössten Einkaufszentrum der Stadt. In über 350 Läden und auf mehreren Stockwerken wird einem alles geboten, was das Herz begehrt. René hat sich dort ganz tolle Schuhe gekauft. Müde vom vielen Herumlaufen, setzten wir uns noch in einen Sightseeingbus mit offenem Oberdeck und genossen den Wind in unseren Haaren und die vielen Sehenswürdigkeiten. Anschliessend tauchten wir noch ins Nachtleben von Lissabon ein, welches hauptsächtlich im Stadtteil Bairro Alto spielt. Tagsüber wirkt es wie ein gewöhnliches Wohnviertel. Man vermutet kaum, dass sich hier das Zentrum von Lissabons Kneipen- und Restaurantszene befindet. Nachts sind Türen und Fensterläden offen, laute Musik dröhnt aus den Lokalen auf die Gasse und ab 22.00 Uhr füllen sich die Strassen und Kneipen mit Menschen. Wir verbrachten dort unseren letzten Abend und genossen die Stimmung.

Am nächsten Tag beglichen wir noch die Rechnung auf dem Campingplatz und wir zeigten uns erstaunt ab den Preisen (3 Nächte = 75 Euro). Eigentlich nicht weiter erstaunlich, da es der einzige Campingplatz in Stadtnähe ist. Umgehends verliessen wir die Stadt über die Vasco da Gama Brücke, übrigens die Längste von Europa, Richtung Süden.

Wir fuhren durch die Provinz Alentejo, genossen die hügeligen Weiten, mit unzähligen Olivenhainen und lichten Wäldern aus knorrigen Korkeichen, welche uns besonders faszinierten. Je weiter südlich wir kamen, desto abwechslungsreichere Küstenabschnitte fanden wir vor. Die meisten weitgehend naturbelassen und kaum touristisch entwickelt. Eine bizarre Klippenlandschaft mit malerisch gelegenen Sandstränden zwischen steilen Felswänden oder an offenen Flussmündungen, zeichnet diese wunderschöne Küste aus. In Odeceixe gefiel es uns so gut, dass wir gleich eine ganze Woche dort verbrachten. Unser LOMO stellten wir auf das Klippenplateau und genossen einen einzigartigen Ausblick. Tagsüber führte uns ein Klippenpfad zu einem wunderschönen Sandstrand. Die Tage verbrachten wir mit Lesen und vor allem beim Wellenreiten. In dieser Zeit haben wir grosse Fortschritte erzielt und die Faszination dieser Sportart erlebt, was uns ja bis dahin verborgen blieb! Die Abende genossen wir in vollen Zügen. Nachtessen bei Kerzen- und Mondschein mit einer fantastischen Kulisse. Eigentlich kann man diese Stimmung gar nicht in Worten ausdrücken. Wenn es uns zu kalt wurde, zogen wir uns in unser LOMO zurück und hörten uns das Parfum von Patrick Süskind an. Dieses Hörbuch haben wir unterwegs von zwei Deutschen geschenkt bekommen. Für uns beide war es das erste Mal, dass wir uns so etwas reinzogen und beide waren von Beginn weg begeistert! Zum Glück haben uns Laura und Üse noch weitere Hörspiele mitgegeben.

Eines Abends schauten wir uns im Internet noch die Windvorhersagen an und sahen, dass es in Sagres Wind gibt. Aus diesem Grund verliessen wir unser geliebtes Plätzchen und fuhren 60km weiter südlich zum Windsurfen. Am Praia do Martinhal angekommen, blies uns tatsächlich der Wind nur so um die Ohren. Was für ein unbekanntes und ungewöhnliches Gefühl das war. Der Nortada (Wind) liess uns kaum aufriggen oder anders gesagt, wir stellten uns an, als wären wir Anfänger. Wir haben es trotzdem aufs Wasser geschafft und sind einige Schläge gefahren, aber so wirklich toll fanden wir die Verhältnisse nicht. Einerseits war es sehr böig und andererseits kam der Wind nicht super in die Bucht rein und dazu war er noch ablandig! Gerade für Fräne waren die Bedingungen nicht ganz einfach, aber wer sie kennt, weiss, dass sie nicht so schnell aufgibt! Glücklich wieder einmal gesurft zu sein, genossen wir den kalten Abend im LOMO und wie könnte es anders sein, wir hörten uns noch eine Geschichte an. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag gleich noch mal aufs Wasser, aber der Wind liess uns im Stich. So zogen wir von Surfshop zu Surfshop, in der Hoffnung ein Bikini für Fräne zu finden. Trotz ihres mittlerweilen braungebrannten Körpers fand sich leider kein Passendes. So unternahmen wir noch einen Ausflug zum Cabo de Sao Vicente, dem südwestlichsten Punkt Portugals und auch Europas. Von dort aus fuhren wir der Küste entlang Richtung Lagos und begaben uns unter Tausende von Touristen zum Shopping, immer noch auf der Suche nach einem Bikini. Nach langem Suchen wurden wir endlich fündig. Jetzt ging die Suche nach Eheringen los. Keine Angst, ihr habt nichts verpasst und Fräne ist auch nicht schwanger oder so. Die Ringe sind dann für Marokko gedacht! Lagos selber war uns ein wenig zu touristisch, aber rundherum gibt es wunderschöne Buchten, die zum Verweilen einladen.

Wir sind jetzt bereits seit einer Woche in dieser Gegend und es gefällt uns super gut. Nicht zuletzt weil wir hier in Odiaxere mit Uwe und Manuela extrem nette Menschen kennengelernt haben. Sie kommen ursprünglich aus Deutschland, leben aber mit ihren Söhnen Yannick und Marcio bereits seit sieben Jahren in Portugal. Ihre Gastfreundschaft ist grenzenlos und das Zusammensein mit ihnen bereitet uns viel Freude. Wir schätzen ihre warmherzige und offene Art sehr und hoffen bereits heute, dass sie zum Winterurlaub in die Schweiz kommen. Ihnen und auch Joachim, einem Kumpel von Uwe, haben wir den tollen Stehplatz hier an der Lagune zu verdanken. Seit wir hier sind, hatten wir jeden Tag Wind. Im Moment könnte es keinen besseren Platz für uns geben, als diesen hier. Für René ist es absolut super zum Kiten und Fräne kann bei diesen Bedingungen sehr viel profitieren. Die Schleuderstürze werden von Tag zu Tag weniger. Aus diesen Gründen werden wir sicher noch einige Tage hier bleiben und die optimalen Bedingungen nützen.

Letzte Woche vergnügten wir uns einen ganzen Tag lang im Aqualand. Das hat uns richtig viel Spass bereitet. Wie ihr seht lassen wir es uns gut gehen und geniessen unsere LOMOTOUR in vollen Zügen. Es geht uns blendend, fühlen uns super wohl und leben unseren Traum!

Der Wind frischt auf und es wird Zeit, dass wir aufs Wasser gehen. Aus diesem Grund verabschieden wir uns für heute und werden uns dann wieder aus Tarifa melden!

Es „live your dream” Grüessli

Fräne und René


9 Aug, 2005

Unterwegs mit Freunden

geschrieben von fraene&rene 12:15 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Unterwegs mit Freunden

Bonjour, buenos dias e bom dia todos!

Ein richtiges Sprachenwirrwarr, nicht wahr? Mit diesen drei Sprachen (französisch, spanisch, portugiesisch) wurden wir in den vergangenen zwei Wochen konfrontiert! Das heisst es ist viel geschehen und einiges an Kilometern zurückgelegt worden.

Knüpfen wir bei unserem Sprachaufenthalt in San Sebastian an. Mit Freuden gingen wir am Freitag zur Schule, im Wissen, dass es unser letzter Schultag war! So eine Woche war für uns persönlich genau richtig, aber um unsere Verständigungsprobleme zu beheben war es wohl doch ein wenig zu kurz. Wir haben unglaublich viele, unglaublich schwierige Wörter gelernt, aber sie in Sätzen zu gebrauchen grenzt fast an ein Ding der Unmöglichkeit. Na ja, was soll’s, gebrauchen wir halt noch ein wenig unsere Hände und Füsse. Ein bisschen Bewegung hat noch nie geschadet. Trotz allem war der Aufenthalt in der Sprachschule eine tolle Erfahrung, die wir nicht missen möchten. Nach all unseren Anstrengungen und Bemühungen wurden wir sogar noch mit einem Diplom belohnt!

Mit dem Diplom im LOMO verliessen wir nach einer intensiven Woche San Sebastian in Richtung St. Girons (Frankreich). Vor der Grenze wollten wir aber unbedingt noch einen Grosseinkauf machen, da die Lebensmittel in Spanien wesentlich günstiger sind. Unser Weg führte uns so noch an einem Eroski vorbei! Wer jetzt das Gefühl hat, dass dieses Warenhaus etwas mit Erotik zu tun hat, liegt völlig falsch. Es ist nämlich ein mehr besseres Coop. Stellt euch vor, die haben auch diese Punkte zum Sammeln, die man nachher gegen etwas eintauschen kann. In Spanien sind im Moment wahrscheinlich alle Bälle zu haben, die die Schweizer letztes Jahr nicht kaufen wollten! Einzig Sirup findet man weder im Eroski noch sonst wo in Spanien. Schade. Ansonsten findet man alles was das Herz oder der Magen begehrt. Wobei, das so nicht ganz stimmt. René vermisst ein bisschen die Thomy Mayonnaise, aber was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass Fräne per SMS eine Tube bestellt hat und die er in den nächsten paar Stunden bekommen würde. Psssst!

Voll beladen fuhren wir nach Frankreich und benutzten zum aller ersten Mal überhaupt auf unserer LOMOTOUR die Autobahn, da Fräne das vereinbarte Treffen mit Rebe und ihren „Gschpänli“ und vor allem das Wiedersehen mit Marianne kaum erwarten konnte. So machte unser LOMO seinem Namen alle Ehre und sprintete richtiggehend gegen Norden. Per SMS haben wir die genaün Koordinaten erhalten und so war es auch kein Problem den Campingplatz zu finden, nur leider war niemand von den gesuchten Personen da. Durch Mano erfuhren wir, dass alle beim Shoppen waren. Während dieser Zeit suchten wir ein schönes Plätzchen mit möglichst viel Sonne für unser LOMO, da unsere Solarbatterie dringend Strom brauchte. Wir wollten gerade zu unserem Platz fahren, als uns Rebe und Marianne nachpfiffen. Fräne sprang aus dem Auto und lief den Beiden entgegen. Die Szene war, so glauben wir, filmreif! Anschliessend gingen wir alle noch an den Beach und versuchten uns im Surfen, vor allem Fräne und René. Ja, ihr habt richtig gelesen, wir versuchen es immer noch und werden es noch lange versuchen. Am Strand trafen wir Daphné, Fräne, Mano, Rahel, Gina und Lara. Am Abend tauchten dann noch Isa, Bizu, Ivo und Bruno auf. Unser gemeinsamer Grillabend startete etwa um 23.00 Uhr. Kein Wunder bei so vielen Leuten, aber es hat gut geschmeckt und es war ein gelungener Abend. Am Samstag war bei uns wieder waschen angesagt. René kümmerte sich um die Wäsche, während Fräne und Marianne Beachvolleyball spielten und das sogar recht erfolgreich. Anschliessend gingen die zwei Beacherinnen für den von Marianne gesponserten Apéro einkaufen. Das Apéro fand dann bei uns vor, im und rund um unser LOMO statt. Bei dieser Gelegenheit wurde unser LOMO von allen Seiten bestaunt. Am Sonntag war dann wieder surfen, beachen und Speedminton angesagt. Der Höhepunkt des Tages war eindeutig der Beachvolleyballmatch, welcher auf 16.00 Uhr angesetzt wurde. Fräne und Marianne wurden von Rebe und Mano herausgefordert. Gegen diese zwei Volleycracks rechneten sie sich aber kaum Chancen aus, aber sie haben alles gegeben und sahen am Schluss aus wie zwei panierte Schnitzel. Am Abend gingen wir alle zusammen auswärts essen und luden anschliessend Rebe noch zu einem Crepes ein, welchen sie sich mehr als verdient hat. Sie hat uns die wunderschöne Karte für unsere Homepage gezeichnet, René ein Buch über Ebbe und Flut mitgebracht und schlussendlich hat sie auch noch unser Kletterzeugs nach Hause mitgenommen! Rebe, bisch e Schatz!

Bereits am Montag verliessen wir die Bielerinnen wieder und fuhren mit Marianne, Isa, Bizu und Ivo nach Spanien weiter. Während den Tagen in St. Girons haben wir von Isa und Marianne hinsichtlich Wellenreiten viel gelernt und mussten schweren Herzens einsehen, dass unser neu gekauftes Brett, wohl doch ein bisschen zu kurz geraten ist. Aus diesem Grund bemühten wir uns, es noch in Frankreich verkaufen zu können. Leider blieben all unsere Bemühungen erfolglos. Deshalb entschieden wir uns, es in Mundaka, wo wir es gekauft haben erneut zu versuchen. Dort wurde uns aber schnell einmal klar gemacht, dass sie auf solche Geschäfte nicht eingehen. Die einzige Chance, die uns noch blieb, war der Besuch beim Shaper. Hoffnungsvoll fuhren wir am Dienstag direkt zu seiner Werkstatt und erklärten ihm unser Problem. Für Bruce schien es überhaupt keines zu sein und er nahm sich wirklich Zeit, um für uns ein geeignetes Board zu finden. Schlussendlich entschieden wir uns für das genau gleiche Design, aber 25cm länger. Gegen einen kleinen Aufpreis war der Tauschhandel perfekt und wir überglücklich. So hatten wir unser „Delphi“ wieder, aber dieses Mal sogar noch mit einer persönlichen Widmung. Das konnte ja nur gut gehen und siehe da, auf einmal klappte es besser. Hätten wir von Anfang auf Isa und Marianne gehört, wäre uns viel erspart geblieben, aber eben, im Nachhinein ist man immer schlaür! Auf alle Fälle hat es sich gelohnt und mittlerweilen haben sich auch die ersten Erfolgserlebnisse eingestellt, obwohl die Wellen nicht immer top waren. Wie schon einmal erwähnt spielen bei dieser Sportart Ebbe und Flut eine tragende Rolle. So wurde in dieser Woche jeden Morgen den Wecker gestellt um zu sehen ob es Wellen hat und das notabene in den Ferien! Leider hat sich das frühe Aufstehen aber selten gelohnt, da meistens weit und breit keine Wellen in Sicht waren. Mit dem Weckdienst haben wir uns oftmals abgewechselt. Jetzt denkt ihr bestimmt, die spinnen, aber wenn man einmal eine Welle einigermassen erwischt hat, will man mehr. Mitte Woche verliessen wir dann unseren schönen Platz in der Hoffnung etwas weiter westlich mehr Wellen zu finden. So fuhren wir mit den drei Bussen Richtung Barrika / Sopelana. Leider blieb es bei der Hoffnung. So verbrachten wir die Tage am Strand spielend mit Beachvolleyball, Speedminton, Häcki Säcki und Backgammon. Am Donnerstag gingen wir etwas früher vom Strand weg, da die Fraün noch shoppen wollten und die Jungs schnorcheln. Leider blieb es bei dem Vorhaben, da Isa und Bizus, wie auch Ivos Bus aufgebrochen wurden. Wie durch ein Wunder wurden wir verschont, obwohl unser LOMO auch auf demselben Parkplatz stand, wie Isa und Bizus Bus. Dieser Parkplatz war sogar gebührenpflichtig und überwacht. Wahnsinn! So blieb uns nichts anderes übrig als der Gang zum nächsten Polizeirevier. Glücklicherweise sprach der Polizeibeamte etwas englisch, aber trotzdem daürte die ganze Bestandesaufnahme sehr lange. Aus diesem Grund riefen wir die Jungs an, dass wir etwas später zum Nachtessen kämen und erfuhren auf diesem Wege, dass bei Ivo auch eingebrochen wurde. So verbrachten wir alle den Abend auf dem Polizeiposten. Zum Diebesgut gehörten: Ipods, Palms, Fotokamera, Handys, Führerausweis und Kreditkarte. Mit letzterer wurde dann von den Autoknackern in einem Juweliergeschäft für 900 Franken schnell etwas Schönes erwoben. Wirklich eine unglaubliche Geschichte. Dieser Vorfall hat uns veranlasst unsere wertvollen Sachen noch besser zu verstecken. Man darf sich nie und nirgends in Sicherheit wägen, so traurig das auch ist. Trotz allem verbrachten wir noch einen lustigen Abend. Bereits während dem Essen kam ein heftiger Wind auf und kurz nachher gab es einige Regentropfen. So richtig gemütlich war es nicht mehr um draussen zu sitzen. So zügelten wir in unser LOMO, welches ohne Probleme sechs Leute beherbergen kann. Am darauffolgenden Tag beschlossen wir wieder an den schönen Platz in Laga zurückzukehren, da es uns zu gefährlich war, unsere Busse noch einmal in Sopelana stehen zu lassen. In Laga verbrachten wir dann noch unseren letzten gemeinsamen Tag und erlebten unsere erste langersehnte Regennacht. Es war wunderbar, endlich einmal Regentropfen auf unserem Dach zu hören! Kurz bevor der Regen einsetzte, hat uns Ivo noch mit einer zirkusreifen Nummer mit seinen feurigen Guate-Stäben (Devilsticks) verzückt. Es sah faszinierend aus. Tagsüber hat er für uns auch noch welche gebastelt und sie uns geschenkt. Bis wir es aber so gut beherrschen wie er daürt es sicher noch seine Zeit. Ivo, vielen Dank, für das wunderbare Geschenk. Leider blieb an diesem Abend keine Zeit mehr für das Kartenspiel der Woche (Shithead). Vielleicht auch besser so, so musste Bizu nicht als Verliererin vom Tisch und konnte gut schlafen. In den frühen Morgenstunden klopfte Marianne an unser Fenster, um uns mitzuteilen, dass es Wellen gibt. Nichts wie los, na ja so schnell ging’s dann doch auch nicht, aber wir gingen aufs Wasser. Es war sehr erfrischend und gab einem ein super gutes Gefühl für den Tag. Die ganze Woche hinterliess ein gutes Gefühl. Es war eine unvergessliche, lustige und intensive Woche. Leider hat alles ein Ende und so verabschiedeten wir uns am Samstagmittag von den anderen. Ivo und Marianne fuhren nach Hause und Isa und Bizu nach Frankreich weiter.

Auch wir kehrten dem Baskenland den Rücken und machten uns auf den Weg Kantabrien und Asturien zu entdecken. In Liencres fanden wir einen wunderschönen Platz für die Nacht. Hoch oben auf einer Klippe mit Meerblick, aber im Unwissen, ob wir am nächsten Tag dort noch rausfahren können. Ein bisschen Abenteür gehört halt auch zur LOMOTOUR. Wir können euch aber beruhigen, unser LOMO bewältigte den schmalen und vor allem extrem steilen Feldweg problemlos. Am Sonntag fuhren wir der Küste entlang durch Asturien, hatten aber das Bedürfnis einige Kilometer zurückzulegen. Das Tagesziel war Viveiro in Galizien. In dieser Bucht wurden schon mehrmals Delfine gesichtet. Dieser Anblick wollten wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen. Wir schauten und schauten, leider vergebens. Schade, aber irgendwann auf unserer Reise werden wir bestimmt noch welche sehen! Überall in Galizien kann man frei stehen und es gibt unglaublich viele schöne Plätzchen zum Verweilen. Unsere erste Nacht in Galizien verbrachten wir hoch oben auf einer Klippe, recht abseits der Zivilisation im Hinterland und genossen die Ruhe und die Aussicht. Die Umgebung von Galizien erinnert ein wenig an die Schweiz. Klimabedingt ist es sehr grün und es gibt unzählige Wälder. Am Montag fuhren wir nochmals ein kleines Stück weiter und fanden eine wunderschöne Bucht, die zum Bleiben einlud. Wir waren nicht die einzigen Camper auf diesem Platz, aber alles äusserst friedliche Leute. Ein deutsches Paar interessierte sich sehr für unser LOMO. Mit ihnen hatten wir nette Gespräche und erhielten noch ein paar wertvolle Reisetipps. In Pantin blieben wir zwei Tage, surften in den frühen Morgenstunden, spielten Speedminton, gingen Schnorcheln, machten Würfelspiele, steckten unsere Nasen in unsere Bücher und genossen zwei wunderschöne Sonnenuntergänge. Der einzige Nachteil an diesem Platz war, dass es viele Wespen gab. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie jemanden von uns stechen würden, die Frage war nur wen! Sie suchten sich Fräne als Opfer aus und stachen sie in ihre Waden, als wären die nicht bereits gross genug. Die Wade schwoll natürlich noch mehr an und verfärbte sich grossflächig rot. René zögerte nicht lange und nahm ein Antiallergikum hervor, was sicher die richtige Entscheidung war. So konnten wir wieder einmal unsere Apotheke gebrauchen. Am nächsten Tag fuhren wir dem Wind nach und wurden in San Xorxe fündig. Der Wind blies schräg ablandig in die Bucht hinein und sah surfbar aus. Auch die gemessenen Windstärken bewegten sich zwischen 4 und 5 Beaufort, doch auf dem Wasser entpuppte sich dieser Wind als ein Fallwind, welcher sehr böig und ruppig war und den Spassfaktor nicht unbedingt erhöhte. Dieser Spot funktioniert wahrscheinlich nur bei entgegengesetzter Windrichtung. So fuhren wir kurzerhand, um eine Erfahrung reicher, an die Westküste von Galizien und suchten eine Übernachtungsgelegenheit, welche wir natürlich auch fanden. Eigentlich wäre es ein traumhaftes Plätzchen gewesen, aber diese Fliegen. Es grenzte schon fast an eine Plage und René entdeckte ein neüs Hobby, das Fliegenklatschen. Nicht einmal der heftige Wind vertrieb diese Dinger. Wir fragten uns natürlich, ob wir dermassen stinken würden, waren aber froh als ein pensionierter Deutscher über das gleiche Problem klagte. Am nächsten Tag wollten wir den tollen Wind nutzen und suchten uns eine geeignete Bucht. Für René gab es zu wenig Wind, aber für Fräne war es nahezu ideal und sie konnte einerseits bei diesen Windverhältnissen viel profitieren und andererseits bekam sie wertvolle Tipps vom Surflehrer, namens René. Merci. Als der Wind zusammenbrach hatten wir noch Lust einige Kilometer zu fahren und Portugal zu erreichen. Nach einer langen Fahrt erreichten wir den Norden Portugals, welcher aber für unseren Geschmack viel zu touristisch war. Spätabends wurden wir dann fündig und sehnten uns nur noch nach unserem Bett. Bereits am frühen Morgen hörte man das tosende Geräusch der Brandung, was auf Wellen schliessen liess. Als wir Aufstanden herrschte um uns herum bereits hektisches Treiben, da ein Surfcontest stattfand. Aufgrund der touristischen Orte im Norden beschlossen wir weiterzufahren Richtung Süden. Wegen heftigen Halsschmerzen von René stoppten wir noch bei einer Apotheke in der Hoffnung, dass sie uns verstehen würden. Wir staunten nicht schlecht, als uns der Apotheker in deutsch ansprach. Die Portugiesen sind wesentlich sprachgewandter als die Spanier. Auf alle Fälle bekamen wir so unser Hextril problemlos und zwei, drei Schlücke aus der LOMOGEIST-Flasche halfen zur schnellen Besserung bei. An dieser Stelle herzlichen Dank den Spendern!

Auf dem Weg Richtung Süden sahen wir immer wieder Waldbrände. Die Strassen mussten zum Teil sogar gesperrt werden. Wirklich krass. Über ganz Portugal liegt Dunst. Die Waldbrände entstehen, laut einem Einheimischen welcher wiederum Deutsch sprach (ehemals Gastarbeiter in Deutschland und jetzt Rentner in seiner Heimat) durch Unvorsichtigkeiten der Bevölkerung. So wird zum Beispiel einfach mitten im Wald ein Grillfest veranstaltet.

Das Wochenende verbrachten wir dann in der Nähe von Peniche, etwa 100 km nördlich von Lissabon. Dort fanden wir einen super schön gelegenen Stellplatz in unmittelbarer Strandnähe, wie könnte es anders sein, hoch oben auf einer Klippe. Am Samstag gab es grosse Wellen, sehr grosse sogar. Wir wagten uns trotzdem in die Brandung und paddelten wie die Wilden, um überhaupt etwas raus zu kommen. Es war wirklich ein ausgesprochen mutiges Unterfangen und manchmal bekam man es ein wenig mit der Angst zu tun. Dementsprechend wurden wir auch von den Wellen gewaschen. Die Finnen vergingen sich an Renés Fuss und Ellbogen, so dass einmal mehr unsere Apotheke zum Einsatz kommen musste. Gegen Abend kam dann noch dichter Nebel auf, so dicht, dass man die Wellen fast nicht mehr sah und Fräne schon gar nicht mehr. Die Stimmung auf dem Wasser war wunderschön, ja schon fast ein bisschen mysteriös. Während dem ganzen Wochenende war René in sein Buch (Riptide), vertieft und konnte kaum mehr davon lassen. So hat ihn Fräne noch nie gesehen, doch Stibe hat es bereits vor der LOMOTOUR prophezeit, dass wer einmal mit diesem Buch beginnt, nicht mehr aufhören kann bis der letzte Satz gelesen ist! Das nächste Buch wird es schwierig haben, aber eigentlich wollen wir jetzt nicht mehr lesen, sondern Windsurfen!

Gerade in diesen Minuten haben wir aber entschieden, dass das Surfen noch drei Tage warten kann. Vorher wollen wir noch Lissabon besichtigen und erst nachher gehts gegen Süden weiter. Im nächsten LOMO-Bericht werdet ihr mehr von unserem Städtetrip und unseren Surfabenteuern erfahren.

Fräne & René (Aschi & Housi) on LOMOTOUR

PS: Sorry Urs, aber wir glauben, dieser Bericht ist noch länger geworden als sein Vorgänger. Trotzdem viel Spass beim Lesen.


20 Jul, 2005

Der erste Kontakt mit dem Atlantik

geschrieben von fraene&rene 18:00 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (8) | Pais Vasco

Olà chicas y chicos!

Wie ihr der Begrüssung entnehmen könnt, sprechen wir schon un poco espanol. Kein Wunder, denn seit letzten Montag drücken wir hier in San Sebastian täglich für vier Lektionen die Schulbank. Ausgerechnet an diesem Montagmorgen gab es uebrigens den allerersten Regen auf unserer LOMOTOUR. Die Schule beginnt jeweils um 09.30 Uhr und dauert bis um 13.00 Uhr. Ursprünglich wollten wir sechs Lektionen pro Tag nehmen, aber als wir das erste Mal die Schule besuchten, war für uns beide sofort klar, dass wir das in diesen Räumen kaum so lange aushalten würden! Zum Glück konnten wir problemlos die Klasse wechseln. Neben uns versuchen sich auch zwei Deutsche, ein Australier, zwei Engländerinnen, drei Holländer und ein Schweizer, dieser Sprache mächtig zu werden. Wir gehören mit Abstand zu den Ältesten und zu den einzigen, die arbeiten, wenn wir nicht gerade auf der LOMOTOUR wären. Alle anderen sind estudiantes. Einige unter ihnen bleiben sogar für dreizehn Wochen an der Lacunza von San Sebastian. Das finden wir ausserordentlich mutig, aber nicht beneidenswert, denn der Unterricht ist sehr intensiv und beansprucht die Hirnzellen enorm. Dann gibt es immer noch diese „deberes“ (Hausaufgaben). Das ist kein Witz, sondern Tatsache. Jeden Abend setzen wir uns noch gut eine Stunde hin und versuchen unser Bestes zu geben, sodass wir auch etwas von dieser Woche profitieren können. Gestern Abend waren wir beide aber so müde, so dass wir für die letzte Übung die nächstgelegene Bar aufsuchten und zwei Spanierinnen um Hilfe baten. Wir gaben ihnen das Blatt und sie füllten es für uns, notabene fehlerfrei, aus! Aufgrund unserer Müdigkeit gönnten wir uns zum Nachtessen eine Pizza. Wenn man aber das Vocabulaire nicht ganz beherrscht ist das gar nicht so einfach. So wählten wir cebollas (Zwiebeln), aceitunas negras (Oliven) und pepperoni (Pepperoni) aus. Als wir dann nach langen Warten unsere Pizza endlich erhielten, waren da weit und breit keine Pepperonis zu sehen, sondern etwas wurstähnliches, aber die Pizza war trotzdem fein. Heute haben wir bei unserer Lehrerin Laura nachgefragt und sie hat uns aufgeklärt. Die schulfreien Nachmittage verbringen wir natürlich am Beach und üben uns im Wellenreiten. Gestern wurden wir aber mehr von den Wellen gewaschen, als dass wir sie reiten konnten, aber auch das war eine gute Erfahrung, wenn auch eine atemraubende Angelegenheit.

Eine weitere, wenn auch sehr spezielle Erfahrung war unser Aufenthalt in Cap d’Agde inmitten des Massentourismuses. Auf keinen Fall möchten wir diese Erfahrung missen, aber wir waren trotzdem froh dort wieder wegzukommen, obwohl wir mit Rebecca und Jens eine nette Bekanntschaft machen konnten. Vor allem das Nachtleben war krass. Diesen Betrieb kann man sich gar nicht vorstellen oder vielleicht sind wir uns das auch nicht mehr gewohnt. Nach vier Tagen hatten wir mehr als genug und sehnten uns nach Ruhe. So fuhren wir durchs Landesinnere an die Atlantikküste. Landschaftlich ein wahrer Genuss. Unser Weg führte an wunderschönen und riesigen Sonnenblumenfeldern vorbei. Überall wo man hinguckte war alles gelb. Wirklich sehr faszinierend. Weiter sahen wir unzählige Weingüter und als wir dann nach längerer Fahrt, als angenommen endlich in Biarritz ankamen blieb uns fast die Puste weg. Es bot sich fast das gleiche Bild, wie in Cap d’Agde. Überall wo man hinschaute wimmelte es nur so von Menschen. Abgesehen von dieser Tatsache, wäre die Stadt eigentlich wunderschön. Aufgrund der Menschenmasse hatten wir aber keine Lust uns diese näher anzusehen und fuhren sofort wieder aus der Masse raus Richtung Norden. Schnell einmal bemerkten wir, dass es mit dem Übernachten unter freiem Himmel ein Problem geben könnte. Nirgends waren irgendwelche Stellplätze sichtbar und überall waren Hinweisschilder angebracht mit dem Vermerk: Camping interdit. Trotzdem wurden wir in einem kleinen Pinienwäldchen fündig und beschlossen es einmal mit dem frei stehen zu versuchen. An diesem Abend lernten wir sehr sympathische junge Leute aus England kennen. Mit Denise, ursprünglich Deutsche, und ihrem Freund Gary verbrachten wir einen lustigen und unterhaltsamen Abend. Sie beide waren es auch, die uns ein bisschen in die Geheimnisse des Wellenreitens einführten. Am nächsten Tag nahmen sie uns gleich zum Surfen mit und wir durften mit ihrem Material unsere ersten Versuche in der Welle unternehmen. Mehr oder weniger erfolgreich, aber es hat uns unglaublich grossen Spass gemacht und uns sofort gepackt. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an Denise und Gary. Schade, dass wir nicht mehr Zeit mit ihnen verbringen konnten. Gary werden wir vielleicht im Oktober in Marokko wieder treffen. Nach diesem Schnupperkurs machten wir uns rund um Hossegor auf die Suche nach einem Surfboard, weil die Miete auf Dauer zu teuer gekommen wäre. Eigentlich war es viel mehr ein Schlaumachen, da wir ja keine Ahnung von den Preisen hatten. Diese Gegend ist ein wahres Einkaufsparadies. Bis jetzt sind wir aber noch um den Kaufrausch herumgekommen, unser Geld soll ja noch für fast weitere fünf Monate reichen. Aus diesem Grund beschlossen wir auch schon früher als geplant Frankreich zu verlassen, da dass Leben in diesem Land wirklich recht teuer ist und fuhren noch am selben Tag in die Nähe der spanischen Grenze. Dort wurden wir Augenzeuge eines wunderschönen Sonnenunterganges und lernten weitere Leute kennen, die uns wertvolle Tipps für unsere Weiterreise durchs Baskenland gaben. Unser erstes Ziel in Spanien war San Sebastian, da wir bis zu diesem Zeitpunkt nichts von der Sprachschule gehört hatten. Mit einem dürftigen Stadtplan begaben wir uns auf die Suche nach der Calle Mundaiz, dem Standort der Schule. Wir kamen uns in dieser mit Auto überfüllten und mit Einbahnen übersäten Stadt mehr als hilflos vor. Da konnten uns nur noch Taxifahrer weiterhelfen oder doch nicht? Leider sprechen die wenigsten Basken englisch und so verhielt es sich auch bei den Taxifahrern, aber mit Händen und Füssen verstanden sie uns dann doch. Jetzt haperte es aber mit dem Verstehen der Wegbeschreibung und so schwang sich ein wirklich süsserer, älterer Mann direkt zu uns ins LOMO und wies uns den Weg durch die Stadt direkt vor die Eingangstüre der Schule. Muchos gracias hombre! Nach dem wir alles geklärt hatten fuhren wir auf der Küstenstrasse durch das Pais Vasco. So sahen wir viele, einsame und tolle Buchten fernab vom Tourismus, die zum Verweilen einluden. Wir wollten aber nach Mundaka, laut dem Stormrider (Surfspot Buch), ein genialer Ort zum Surfen und uns dort auch ein Board kaufen. Vor Ort angekommen fanden wir zwei superschöne Strände vor und auch tolle Stehplätze mit Aussicht auf eine Bohrinsel. Das sieht man wirklich nicht alle Tage. Es war sehr eindrücklich. Bevor wir es uns aber gemütlich machen konnten, mussten noch einige Arbeiten an unserem LOMO erledigt werden. So war uns eine Solarshower ausgelaufen und wir mussten das ganze Surfmaterial ausladen und anschliessend den Boden trocknen. Weiter brachte René noch eine weitere Schliesskette zu unserer Sicherheit an. Am nächsten Morgen besuchten wir dann den Surfshop und wurden äusserst freundlich bedient und vor allem sehr gut beraten. So kam es, dass wir für vier Tage ein grösseres Board mieteten, damit uns das Lernen etwas leichter fallen würde. Leider gab es genau während diesen Tagen keine surfbaren Wellen oder vielleicht waren wir einfach Banausen, nein ganz bestimmt sind wir dies. Wir haben absolut keine Ahnung über Ebbe und Flut. Schade, denn die Gezeiten spielen für diese Sportart eine grosse Rolle. So bleibt uns zur Zeit nichts anderes übrig, als das Meer zu beobachten. Für das eigentliche Verständnis erhalten wir in den nächsten Tagen ein Buch, damit wir uns im Besonderen mit dieser Problematik auseinandersetzen können. Merci Rebe. Insgesamt verbrachten wir vier Nächte in dieser tourismusarmen Gegend. Nach dem Erlebten in Cap d’Agde ein wahrer Genuss. Ausgerechnet den Abend des quatorze juillet verbrachten wir mit zwei Franzosen und feierten bei einem Glas Champagner ihren Nationalfeiertag. Die Unterhaltung war sehr hochstehend und so kam es, dass sich Fräne bald einmal sprachlich ausklinken musste und nur noch zuhören konnte, was nicht heisst das sie nichts verstanden hätte. René brillierte mit seinem Französisch und kein Thema war ihm zu hochstehend. Wirklich bemerkenswert. Am folgenden Tag brachten wir aufgrund der Wellenverhältnisse das gemietete Board zurück und kauften ein Eigenes. Es war fast wie Weihnachten. Von jetzt an konnte uns nichts mehr hindern, diese Sportart zu erlernen. Mit dem Kauf des Boards schlugen wir aber auch einen harten Lernweg ein, ist es doch für absolute Beginner schwierig zu fahren, da es nicht sehr gross ist. Wir werden kämpfen und uns nicht so schnell unterkriegen lassen. Mit dem Board im LOMO ging es um die Ecke zu einem Leuchtturm, wo wir die Nacht verbrachten und einen sensationellen Blick zur Bohrinsel hatten. Von dort aus konnten wir dem nächtlichen Treiben auf dem Meer zuschauen. Das war übrigens besser als jeder Film. Tags darauf ging es der Küste entlang weiter nach Barrika, übrigens ein Geheimtipp von Leuten, die wir unterwegs getroffen haben. Dort fanden wir einen genialen Stellplatz vor und unternahmen im nahegelegenen Sopelana die ersten Surfversuche auf unserem neuen Brett, wohlgemerkt wir versuchten es und gaben unser Bestes, aber so wirklich auf diesem Ding stehen konnte niemand von uns. Wir haben ja noch Zeit und so üben wir fleissig weiter! Der Abend an diesem Platz war genial. Wir trafen viele Gleichgesinnte und unterhielten uns blendend. Unter ihnen waren auch zwei LKW-Fahrer aus Holland, die eine Arbeitspause einlegten und das Dolce farniente genossen. So erhielt Fräne endlich einmal einen Einblick in eine Führerkabine, was sie schon lange interessierte. Direkt neben uns parkten zwei junge deutsche Punks, die gerade das Abi geschafft haben und sich jetzt für zwei Monate ausgeklinkt haben und da war noch ein Australier, welcher mit seiner Freundin Europa bereist und alles ueber unsere Klettertouren in Cassis erfahren wollte.

Wie ihr seht erleben wir aller Hand und bis jetzt ist uns noch keine Minute langweilig gewesen. Im Gegenteil, die Tage haben fast zu wenig Stunden. Wir freuen uns auf alles was noch kommt und können es manchmal kaum fassen, dass wir noch so lange unterwegs sein dürfen. Petra würde jetzt sagen: „Da isch e Läbe“!

So jetzt müssen wir noch unsere Hausaufgaben für morgen erledigen. Am Freitag schliessen wir den Crashkurs ab und fahren dann noch einmal nach Frankreich zurück, um Freunde zu treffen. Wir freuen uns sehr und können es kaum erwarten!

Agur, liebe Freunde

PS: Bitte nehmt unsere Grammatik nicht so ernst, wir sind ja auf LOMOTOUR!


8 Jul, 2005

Immer noch in Suedfrankreich

geschrieben von fraene&rene 17:53 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (8) | Suedfrankreich

Bonjour à tous

Nun sind wir bereits seit bald drei Wochen auf unserer LOMOTOUR unterwegs. Die Tage vergehen wie im Fluge und manchmal wissen wir gar nicht so genau welchen Wochentag wir haben. Der Feriengroove hat sich vollends eingestellt und wir geniessen unsere Freiheit, fernab vom normalen Alltag, in vollen Zuegen. Aufgrund der vielen wunderschoenen und unvergesslichen Erlebnissen haben wir das Gefuehl wir sind schon seit Wochen on Tour. Blicken wir ein wenig zurueck, damit ihr armen zu Hause gebliebenen auch an unserem LOMO-Leben teilhaben koennt.

Unsere Abschluss- Klettertour in Cassis war eine Wucht. Die Route begann direkt ueber dem Meer und waere ohne die Hilfe einheimischer Kraxler kaum zu finden gewesen. Zug fuer Zug erklommen wir die Wand und erfreuten uns an der sensationellen Aussicht. Nach unseren Klettertouren waren wir uns einig, dass wir jetzt so schnell wie moeglich unserer Leidenschaft dem Surfen froehnen wollten. Wir verliessen Cassis mit einem riesen Gluecksgefuehl in Richtung Stes Maries de la mer in der Hoffnung dort Wind zu finden. Dieser Ort ist zudem auch bekannt fuer Speedweltrekorde. Sie haben eigens dafuer einen Kanal gebaut und diesen wollten wir uns natuerlich anschauen. Die Suche nach dem erwaehnten Speedkanal war gar nicht so einfach, aber per Zufall haben wir ihn gefunden und unser LOMO direkt dort hingestellt. Die Gegend der Camarques ist faszinierend schoen. Es gibt ueberall Etangs und dort sind auch unzaehlige Flamingos zu Hause. Wirklich ein atemberaubender Anblick. Der Strand in Stes Maries war nahezu perfekt fuer Renés erste Kiteversuche und auch der dazu benoetigte Wind war vorhanden. Vollen Mutes packten wir das Material unter den Arm und gingen Richtung Plage, wie die Franzosen es nennen. René entschied sich fuer den kleineren Schirm, da es doch ziemlich stark windete. Wie sich im Nachhinein hinausstellte, war auch dieser noch zu gross. Das war auch der Grund dafuer, dass René dreimal auf brutalste Weise ueber den Strand gezogen wurde und sich dabei an der Schulter verletzt hatte. Nach diesen Abfluegen beschlossen wir die Uebung zu beenden. Anschliessend ging René mit dem Surfmatos raus und war richtig zufrieden. Leider hatte es fuer Fraene an diesem Tag fuer den ersten Surftag zu viel Wind. Sie ging zu Fuss in das weit entfernte Village einkaufen. Wir genossen den Abend und fuhren das erste Mal unser tolles LOMO-Bett aus. Dieses Gefuehl ist unbeschreibbar und kaum in Worte zu fassen. Leider nahmen die Schmerzen in Renés Schulter noch zu und ein weiterer Surftag war unmoeglich. Aus diesem Grund beschlossen wir am naechsten Tag die Camargues zu verlassen und nach Narbonne zu fahren. Dieser Ruhetag war fuer Renés laedierte Schulter Balsam und der Superspray, namens Ironpalm, von Natascha trug zur raschen Besserung bei. Fraene bekam noch Fahrstunden und hat mittlerweilen das LOMO absolut im Griff. Das Kuppeln und Schalten ist halt doch etwas anderes als bei ihrem kleinen Ford. Nach einem kurzen Telefongespraech mit unserem Webmaster Daenu folgten wir seinem Tipp und machten uns auf die Suche nach Gruissan. Wir wurden fuendig und haben uns von beginn weg in diesen Ort verliebt. Ein richtiges Paradies fuer Wind- und auch Kitesurfer. Nach den Campingplaetzen von Hyères und Cassis wollten wir nun endlich freistehen, da wild campieren aber ueberall in Frankreich interdit ist, ein schwieriges Unterfangen. Fuer die erste Nacht entschieden wir uns fuer eine Zwischenloesung. Wir ergatterten einen Stehplatz fuer 6 Euro, am Etang de Mateille. Auf diesem Gewaesser erlebte Fraene ihren ersten Surftag. Die Bedingungen war nicht ganz einfach, da es sehr boeig war, aber mit René als Surflehrer kein Ding der Unmoeglichkeit. Nach etwa vier Stunden auf dem Wasser fehlte einfach die Energie, aber das Gefuehl ueber das Erreichte machte uns beide gluecklich. Renés Schulter schien es auch besser zu gehen und er konnte es nicht sein lassen und fuhr auch noch ein paar Schlaege. So waren wir beide sehr zufrieden. Anschliessend beschlossen wir uns einen schoenen Platz direkt am Etang zu suchen und das erste Mal freizustehen. Bis auf eine Marienkaeferplage (nicht 2-3, sondern tausende) am, im und ums Lomo war es unglaublich schoen und so verbrachten wir auch die naechsten Naechte. Einmal direkt am Meer, einmal an einem Kanal und noch einmal am Etang de Mateille. Ein Abenteuer gibt es zu diesen Stehplaetzen noch. Bei der Suche nach der UEbernachtungsmoeglichkeit direkt am Meer, blieben wir im Sand stecken. Unser LOMO grub sich so richtig ein. Fast wie Profis klaerten wir die Situation, nahmen absolut cool unsere Sandbleche hervor und liessen fuer die Weiterfahrt noch ein wenig Luft aus den Pneus und draussen waren wir. Es folgte ein absolut genialer Abend und zum Einschlafen hoerte man die Brandung. Was will man noch mehr. Nach der Grenzerfahrung von René in Stes Maries de la mer schickte ihn Fraene in einen Kitekurs. Damit es in Zukunft keine solchen Flugmanoever geben sollte und René mehr Sicherheit und vor allem sein Selbstvertrauen wieder erlangt. Der erste Kurstag war ein voller Erfolg und René konnte sehr viel profitieren. Der zweite Kurstag endete nach einer Stunde, wegen einer Verletzung des Kitelehrers. Das Brett hatte Alain voll am Kopf getroffen, so dass er zum Arzt musste um zu naehen. Wie ihr seht ist es also nicht ganz ohne. Nach dem ersten erfolgreichen Surftag von Fraene sollten weitere folgen, aber aus welchen Gruenden auch immer spielte ihr Knie verrueckt. Es war geschwollen und kaum mehr zu bewegen. Aus diesem Grund goennen wir uns nun eine Surfpause, und wollen damit unsere Blessuren definitiv los werden. Zur Zeit weilen wir in Cap d’Agde und geben uns voll dem Massentourismus hin, aber eigentlich ist es fernab vom Rummel doch viel schoener. Diesen Aufenthalt hier haben wir heute zu einer grossangelegten Waschaktion genutzt. Dabei wuchs René ueber sich hinaus, indem er Fraenes heissgeliebten Pulli von Wachsflecken befreite. Ein Buegeleisen haben wir natuerlich nicht dabei, aber mit der noetigen Kreativitaet geht es auch anders. Zum Beispiel mit der erhitzten Kaffeekanne und ein bisschen Haushaltspapier. Am Sonntag werden wir Suedfrankreich verlassen und nach Biarritz fahren. Wir hoffen bei euch ist alles in Ordnung und wuerden uns sehr ueber ein paar Eintraege im Gaestebuch freuen! Ihr werdet bald wieder von uns hoeren . . .

Es Gruessli Frane und René


28 Jun, 2005

Die erste Woche...

geschrieben von fraene&rene 16:04 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Suedfrankreich

Ende letzter Woche kam nach der Grippe so langsam die Energie wieder zurueck und unsere LOMOTOUR nahm so richtig ihren Anfang. Am Donnerstagnachmittag haben wir versucht unser romantisches und idyllisches Plaetzchen wiederzufinden, wo Fraene, vor ziemlich genau drei Jahren, René ihre Liebe gestanden hat. Nach einem langen Fussmarsch und einer gewagten Kletterpartie haben wir es total gluecklich erreicht und einen sehr schoenen Nachmittag dort verbracht. Gegen Abend kam noch ein wenig Wind, und damit auch die Lust zum Kitesurfen auf. Wir hatten uns aber mit Pesche und Kathrin, waren uebrigens auch an der LOMOPARTY, zum Fischessen verabredet, worauf wir uns sehr freuten. Es war ein sehr gemuetlicher Abend in einem wunderschoenen Restaurant und das Essen war ein Genuss. Sogar René, der eigentlich gar keinen Fisch mag, fand es lecker. An dieser Stelle moechten wir uns noch einmal bei Pesche und Kathrin fuer diesen tollen Abend und die Einladung bedanken. Den Freitag nutzten wir um mit einer grossangelegten Waschaktion die letzten Bakterien aus unseren Bettlaken zu waschen und blieben so noch einen Tag laenger in Hyères. Nach dieser Aktion unternahm René bei sehr schwachem Wind die ersten Kite-Versuche. Die Bucht in Giens ist gerade zu ideal fuer solche Experimente. Nach einem gelungenen Start des Schirms und mehreren Flugmanoevern stuerzte das Teil wegen zu wenig Wind ploetzlich ab. René war mittlerweile ein rechtes Stueck vom Ufer entfernt und es gelang ihm nicht mehr den Schirm noch einmal zu starten. Somit blieb ihm nichts anderes uebrig, als sich vom Schirm langsam ans entfernte Ufer ziehen zu lassen, aber wer René kennt, so einfach gibt er nicht auf. Wir starteten weitere Versuche, aber leider war ploetzlich der Wind ganz weg.

Am Samstag verliessen wir Hyères in Richtung Cassis. Auf dem Weg wollten wir noch einen Grosseinkauf machen und suchten aus diesem Grund ein Carrefour Einkaufszentrum. Nach langem Suchen wurden wir endlich fuendig und bis wir alles zusammen hatten dauerte es noch einmal ein paar Stunden. Die Groesse dieses Einkaufsparadieses ist nur schwer nachzuvollziehen. Wer das Shoppyland in Schoenbuehl kennt, kann von dort aus mal fuenf rechnen. Am spaeteren Nachmittag trafen wir dann in Cassis ein. Da Cassis sehr nahe von Marseille ist, entschieden wir uns, aus Sicherheitsgruenden noch einmal ein paar Tage auf einem Camping zu verbringen. Bis jetzt hat sich diese Loesung sehr bewaehrt. Unseren Aufenthalt in Cassis wollen wir nutzen um in den Calanques zu klettern. Klettern in den Calanques heisst sich in einem Gebiet von 15 Kilometern entlang dem Meer mit 2555 Kletterrouten zu bewegen. Da die Klettergebiete nur sehr schwer zu erreichen sind haben wir uns dazu entschlossen einen Scooter zu mieten, was sich als sehr praktisch erwiesen hat. So sind wir bis heute in zwei verschiedenen Gebieten, je eine Mehrseillaengen-Route geklettert. Trotz der besseren Erreichbarkeit der Gebiete mit dem Scooter gehoeren laengere Fussmaersche unter der brennenden Sonne Suedfrankreichs zur Tagesordnung. Von diesen Wanderungen trug Fraene insgesamt fuenf Blasen an den Zehen nach Hause und wer seine Fuesse schon einmal in Kletterfinken hatte, weiss dass es mit Blasen nicht unbedingt besser geht. Diese Schmerzen konnte Fraene aber gut wegstecken, nicht so aber die Hoehenangst am ersten Tag. Der Atem ging schnell, der Koerper zitterte und René war ueberrascht, aber er liess sich nicht aus der Fassung bringen und brachte seinen Schatz wieder sicher auf den Boden zurueck. Immer nach den anstrengenden und fordernden Kletterpartien goennen wir uns ein kuehles Erfrischungsbad in den wunderschoenen Buchten. Nach dem heutigen Ruhetag, auf der Suche nach einer Mercedes Benz Garage in Marseille um eine defekte Tuerarretierung zu ersetzen, geht es morgen als Abschluss auf eine Klettertour mit Start direkt ueber dem Wasser. Da wir heute noch nicht im Meer waren verabschieden wir uns jetzt von euch, um noch etwas zu Schnorcheln und unsere Freiheit zu geniessen.

Liebe Gruesse von der LOMOTOUR


23 Jun, 2005

Auftakt LOMOTOUR

geschrieben von fraene&rene 10:31 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Start der Lomotour
Unsere langersehnte LOMOTOUR hat begonnen. Auf unserer zweitaegigen Fahrt nach Hyères hat uns das Reisefieber wortwoertlich gepackt und nach Ankunft zwei Tage flachgelegt, aber jetzt fuehlen wir uns wieder besser und das Abenteuer kann so richtig losgehen. Im Moment sind wir uns noch am anklimatisieren (Frankreich leidet unter einer grossen Hitzewelle)! Wind gab es bis heute noch nicht, zu unserem Glueck. Bereits morgen werden wir Hyères in Richtung Cassis verlassen, aber zuerst gehen wir heute Abend noch mit LOMOPARTY-Gaesten gemuetlich essen und den Nachmittag verbringen wir ganz LO-maessig....! Liebe Gruesse aus dem Sueden

13 Jun, 2005

Nach der Party............

geschrieben von fräne 23:17 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Start der Lomotour

Tschou zäme

Wir hoffen, dass ihr alle gut nach Hause gekommen seid. Für Franziska und mich war es eine tolle Party. Mehr zur Party findet ihr innert Kürze unter dem Link Lomoparty und die Bilder zum Fest sind bereits in der Galerie. Für alle die, die nicht dabei sein konnten haben wir in der Galerie noch ein paar zusätzliche Fotos von unserem Lomo platziert. Für uns geht es nun in den Endspurt, der Countdown läuft, noch 4 Tage.

Also dann, bis bald
Franziska & René


10 Jun, 2005

Morgen ist LOMOPARTY-Time

geschrieben von rene 11:26 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Start der Lomotour

Hoi zäme

Für alle die nicht mehr genau wissen Was? Wann? Wo? und Wie?: Ihr findet den Flyer mit den Eckdaten unter dem Link Lomoparty. Wir beide sind sehr gespannt, da wir ja nicht wissen wieviele von euch kommen werden, aber eines ist sicher, wir freuen uns über alle die wir morgen sehen werden.

PS: Vergesst nicht einen warmen Pullover einzupacken und euren Picknickkorb reichlich zu füllen...

So long...
Fräne und René


7 Jun, 2005

Noch 10 Tage bis zum Start

geschrieben von rene 09:28 | Permalink Permalink | Comments Kommentare (0) | Trackback Trackbacks (0) | Start der Lomotour

Hoi zäme

In ein paar Tagen ist es soweit und wir starten endlich mit unserer Lomotour und leben unseren Traum. Bis dahin gibt es noch ein grosses Highlight, nämlich die Lomoparty vom kommenden Samstag. Zurzeit sind wir zum einen mit Packen und zum anderen mit den Vorbereitungen zur Lomoparty beschäftigt. Wer’s schon wieder vergessen hat, wo und wann die Lomoparty stattfindet, kann dies unter entsprechendem Link nachlesen. Also dann, see you an der Lomoparty...